Soziales Engagement

Definition
Grundsätzlich wird an unserer Schule unter „Sozialem Engagement“ ehrenamtliches, freiwilliges soziales Handeln verstanden. Das kann durch konkreten praktischen Einsatz ebenso umgesetzt werden wie durch monetäre Unterstützung und bezieht sich auf den schulischen wie außerschulischen Bereich.
Schwerpunkte sind caritatives und gemeinnütziges Engagement.

Einbettung in das Schulprofil
Soziales Engagement ist durch das christliche Menschenbild, das unserem Schulprofil zugrunde liegt, bereits impliziert. Wir als Pädagogen übernehmen Verantwortung für die uns anvertrauten Schülerinnen und Schüler und streben an, sie individuell den bestmöglichen Weg durch die Schule zu leiten. Andererseits erwarten wir, dass unsere Schülerinnen und Schüler ihre Talente auch für andere einsetzen und dass sie unsere Schule als junge Menschen verlassen, die kreativ, ideenreich und empathiefähig sind und die bereit sind, für sich und andere Verantwortung zu übernehmen.
Gleichzeitig ist soziales Engagement freiwilliges soziales caritatives oder gemeinnütziges Handeln. In diesem Spannungsfeld unseres Profils und unseren daraus resultierenden Erwartungen einerseits und der Freiwilligkeit andererseits ist soziales Engagement angesiedelt. Es gibt demzufolge an unserer Schule ein Angebot, das sowohl verpflichtende als auch freiwillige Elemente enthält.

Bestandsaufnahme
In der Erprobungsstufe nehmen die Schülerinnen und Schüler verpflichtend am Lionsquest-Programm teil, die Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer werden entsprechend fortgebildet. Dieses Programm dient der Förderung des sozialen und emotionalen Lernens für die individuell-persönliche Entwicklung, aber auch als Grundlage für bürgerschaftliche Teilhabe an einer sozialen Gesellschaft.
Über die gesamte Schulzeit hinweg begleitet der Religionsunterricht die Schülerinnen und Schüler. Hier wird Wert darauf gelegt, die Schülerinnen und Schüler im Gedanken der christlichen Nächstenliebe für den Dienst am Mitmenschen zu motivieren. Gott schenkt Menschen unterschiedliche Gaben, damit sie Aufgaben, Verantwortung für andere wahrnehmen können.
In den Klassen 7-9 nehmen die Schülerinnen und Schüler an der Aktion Tagwerk teil.

Für die Einführungsphase findet einerseits das Sozialpraktikum, andererseits das Seminar „Sterben, Tod, Trauer“ verpflichtend statt, an dem auch die Klassen 10 der Realschule teilnehmen.

Freiwillig sind im gemeinnützigen Bereich folgende schulischen Angebote, die sich teilweise noch in Planung befinden:

  • Sanitäts-AG
  • Medienscouts
  • Sporthelfer
  • Streitschlichter / gewaltfreie KommunikationPaten / Mentoren-AG
  • SV / Schülerparlament
  • Menschenrechts-AG
  • Eine-Welt-AG
  • Patenschaft für den Weiher am Haus SchlesienDrogenprävention

Im caritativen Bereich gibt es folgende Projekte:

  • Schulprojekte Sudan / Lesotho
  • Weihnachtsbaumaktion Sozialamt Königswinter
  • Unterstützung Tafel Königswinter
  • Tag für Afrika
  • SozialpraktikumPatenkind der Realschule

In Planung ist ein „Ehrenamtstag“ von der SV, an dem die Schülerinnen und Schüler unserer Schule ihr soziales Engagement der Schulöffentlichkeit vorstellen.

Ziel des sozialen Engagements
Wir möchten das Bewusstsein für soziales Handeln bei unseren Schülerinnen und Schülern stärken, sie mehr als bisher motivieren, sich sozial zu engagieren und dieses Engagement honorieren.
Soziales Engagement soll ein Kontinuum von Klasse 5-12 sein und im Bewusstsein der Schülerinnen und Schüler fest verankert.
Alle Aktivitäten im Bereich soziales Engagement sollen in einer Mappe festgehalten werden und den Schülerinnen und Schülern auf einem gesonderten Zertifikat, ähnlich dem Zertifikat für Hochbegabung und dem Nachweis über das bilinguale Abitur beim Verlassen der Schule ausgehändigt werden. Sozialem Engagement wird an unserer Schule also ein ebenso hoher Stellenwert zugemessen wie der Hochbegabung oder der fremdsprachlichen Kompetenz und Vielseitigkeit. Dass ein solches Zertifikat auch die Chancen auf einen Studienplatz oder im Beruf verbessern kann, ist ganz sicher ein Vorteil, der aber von unserem Verständnis her nicht im Vordergrund steht.

Judith Henz