Das CJD - Die Chancengeber CJD Königswinter

Die Erprobungsstufe der Realschule

Die Erprobungsstufe (kurz EPS) umfasst die fünfte und sechste Klasse als pädagogische Einheit (ohne eine Versetzungsentscheidung) und dient der Erprobung, Förderung und Beobachtung der Schülerinnen und Schüler, um in Zusammenarbeit mit den Erziehungsberechtigten die Entscheidung über deren Eignung für die gewählte Schulform sicherer zu machen.
Grundsätzlich ist uns an einer engen Zusammenarbeit zwischen Schule und Elternhaus gelegen. Bei allen Schwierigkeiten soll eine offene Kommunikation von Beginn an stattfinden. Daher werden wir Sie über auffälliges Verhalten im sozialen Bereich oder bzgl. Hausaufgaben u. ä. früh informieren. Umgekehrt erbitten wir Informationen über das Lebensumfeld Ihres Kindes, sofern sie das Schulleben tangieren. Nur gemeinsam lassen sich eventuelle Schwierigkeiten lösen! Diese Kommunikation wird durch das Führen eines TIMERS erleichtert.
Wir legen besonderen Wert auf die Eingewöhnung in unsere Schule, starten mit drei Kennenlerntagen, haben eine wöchentliche KLZ-Stunde (Klassenlernzeit mit der Klassenleitung) im Stundenplan und bieten im ersten Halbjahr ein Programm zur Teambildung mit Skill4Life an.
Die Entwicklung Ihres Kindes während der gesamten zwei Jahre wird außerdem auf viermal im Jahr stattfindenden EPS-Konferenzen besprochen, auf denen alle FachlehrerInnen ihre persönliche Einschätzung über jedes Kind austauschen und versuchen, eine möglichst optimale Förderung zu koordinieren. Im Laufe des ersten Halbjahres werden auch die Grundschullehrerinnen/Grundschullehrer zum Austausch eingeladen. Außerdem werden in jedem Halbjahr ein Elternsprechtag und im ersten Halbjahr auch ein Schülersprechtag mit dem Klassenlehrer angeboten.
Am Ende der Klasse 6 entscheidet die Versetzungs- und gleichzeitigen EPS-Konferenz über die weitere Laufbahn. Hier arbeiten wir eng mit unserem Gymnasium zusammen, um eventuelle Wechsel zu ermöglichen.
Zeigen sich aber Tendenzen, die einen Übergang zur Hauptschule/zur Gesamtschule anzeigen, werden wir Sie so früh wie möglich, spätestens nach der Schullaufbahnkonferenz 6 bis 10 Wochen vor Ende des 6. Schuljahrs, informieren. Natürlich erbitten wir entsprechende Rückmeldungen auch an uns, wenn Sie bestimmte Vorstellungen haben. Schafft Ihr Kind die Versetzung in die Klasse 7 nicht, steht ein Übergang zur Hauptschule oder zur Gesamtschule an. Die Höchstverweildauer in der Erprobungsstufe kann durch einen Antrag der Eltern auf drei Jahre erweitert werden.

Hausaufgaben - Eine Information Ihrer Realschule
Hausaufgaben – nicht immer, aber doch allzu oft ein leidiges Thema. Wie an unserer Realschule damit verfahren wird, entnehmen Sie bitte den nachfolgenden Informationen.
„Der Schüler ist verpflichtet, regelmäßig und pünktlich am Unterricht und an den sonstigen für verbindlich erklärten Schulveranstaltungen teilzunehmen, sich auf den Unterricht vorzubereiten und in ihm mitzuarbeiten, die ihm gestellten Arbeiten auszuführen sowie die erforderlichen Lern- und Arbeitsmittel bereitzuhalten“. (Auszug aus der Allgemeinen Schulordnung (ASchO) §8 Abs. 1)
Das Nicht – Anfertigen der Hausaufgaben sowie das Vergessen der Lern- und Arbeitsmittel stellen also einen Verstoß gegen die Schulordnung dar.Tritt das Vergessen gehäuft auf, werden sich erfahrungsgemäß durch die so entstehenden Wissens- und Übungslücken bald auch die Noten in den entsprechenden Fächern verschlechtern (z.B. Vokabellernen!).

Hausaufgaben sind nämlich kein Selbstzweck, sondern erfüllen im Wesentlichen vier Aufgaben:

  • Wiederholung, Vertiefung, Weiterführung der Schularbeit
  • Vorbereitung auf die nächste Unterrichtsstunde
  • Übung in selbstständiger Arbeit
  • Gewöhnung an Pflichten, auch wenn sie manchmal unangenehm sind.

Konsequenzen
Aus diesen Gründen werden die Hausaufgaben an unserer Realschule ernst genommen. Dabei gilt folgende Praxis:
Alle Schüler tragen ihre Hausaufgaben in jeder Stunde in ihren TIMER ein für den Tag, an dem sie sie vorzeigen müssen. Zu Beginn jeder Stunde werden Arbeitsmaterial und Hausaufgaben auf Vollständigkeit kontrolliert. Fehlt etwas, wird dies in einem zusätzlichen orangenen Klassenbuch vermerkt. Erhält ein Schüler einen dritten Eintrag innerhalb von zwei Wochen, wird dies vorne im TIMER vermerkt. Eltern müssen diesen Eintrag mit seiner Unterschrift bestätigen. Der TIMER dient hier als wichtiges Kommunikationsmittel und muss sowohl von den Eltern als auch von allen Schülerinnen und Schülern täglich beachtet werden. Das häufige Fehlen der Hausaufgaben bedeutet ein schlechtes Arbeitsverhalten und führt zu schlechten Leistungen im entsprechenden Fach. Zunächst ist es natürlich Aufgabe der Eltern, auf ihr Kind einzuwirken, um eine Verhaltensänderung zu erreichen. In gemeinsamen Eltern - Lehrer – Gesprächen kann der Sache tiefer auf den Grund gegangen werden.
Bei anhaltenden Verstößen gegen die Schulordnung kann ein Verweis ausgesprochen werden. Die Schulleitung kann darüber hinaus auch Ordnungsmaßnahmen nach § 14 ASchO ergreifen.
Es gibt viele Gründe, die einem Kind das Erledigen der Hausaufgaben schwer machen können: Überforderung, Unterforderung, ungünstige Tageszeiten, Unlust, Abneigung gegen Schreiben, familiäre Probleme, zu viele nachmittägliche Aktivitäten, Langsamkeit….
Aufgabe unserer Schule ist es, zu lenken, zu beraten und zu vermitteln. Eine gute Lösung bei Schwierigkeiten kann nur gemeinsam gelingen.

Petra Schwamborn-Lücke, Erprobungsstufenkoordinatiorin der Realschule