Das CJD - Die Chancengeber CJD Königswinter

Entlassfeier der Abiturienten der Christophorusschule im CJD Königswinter 2017

11.07.2017 CJD Königswinter « zur Übersicht

„Was nehme ich mit auf meine Reise ins Leben nach meiner Schulzeit am CJD Königswinter? Was packe ich in meinen Koffer?“ Das war das Motto, unter dem der letzte gemeinsame Gottesdienst der Abiturientinnen und Abiturienten stand. In den Koffer kamen symbolisch viele schöne Erinnerungen an gemeinsame Erlebnisse aus Unterricht und Schulveranstaltungen, aber auch ganz praktische Fähigkeiten,  die sie auf dem CJD erlernt hatten und die auch nach der Schulzeit Leben erleichtern und meistern helfen. Die Zusage: „Gott stellt deine Füße auf weiten Raum“ (Psalm 31, 1-9), versicherte den jungen Abiturienten, die zwischen Abschiedsschmerz und Neugier auf den neuen Lebensabschnitt schwankten, dass sie auf ihrem Weg in die vielen neuen Lebensmöglichkeiten behütet und begleitet sind. Zum Abschluss der Schulzeit bekamen sie wie schon an ihrem ersten Schultag wieder eine Sonnenblume von ihren Lehrerinnen und Lehrern überreicht.
Anschließend erwartete sie in einem feierlichen Rahmen die Zeugnisausgabe, umrahmt vom CJD Orchester unter der Leitung von Rolf Ebel und Grußworten des Landrats Schuster, der stellverstretenden Bürgermeisterin Mazur-Flöhr, der Schulpflegschaftsvorsitzenden Dr. Sigrid Gerken und den Tutoren der Stufe (Silke Josten, Susanne Schwarzwald Dirks und Frank Taufenbach). Oberstudiendirektor Wilhelm Meyer lobte die enorm guten Leistungen dieser Jahrgangsstufe betonte aber auch, dass es unabhänig von den Leistungen darauf ankomme, welch ein Mensch man sei und dass sich das nicht über Leistung definieren lasse.  Daneben sprach er in seiner Rede auch die zunehmenden Klagen über die mangelnde Studierfähigkeit der heutigen Abiturienten generell an und stellte die Frage, ob das nicht auch eine Folge von G8 sei.
Trotz der Diskussion über G8 und G9 freute sich Wilhelm Meyer über seine Abiturienten: „125 Schülerinnen und Schüler haben das Abitur bestanden. Davon erzielten 10 Abiturienten die Traumnote 1,0. Solch ein Ergebnis hatten wir meines Wissens nach noch nicht. Herzlichen Glückwunsch dazu! 49 Abiturienten haben eine Durchschnittsnote, die mit einer 1 vor dem Komma beginnt. Das sind fast 40% unserer Abiturienten. Auch das ist ein beeindruckendes Ergebnis! Das beste weibliche Abitur mit 855 Gesamtpunkten hat Alison Wiesehahn erreicht. Die Männer stehen diesem Ergebnis aber nicht nach: Moritz Tiedtke hat mit exakt der gleichen Gesamtpunktzahl das beste männliche Abitur erzielt. Männer und Frauen im Gleichschritt ... Dazu herzlichen Glückwunsch!

Der Gesamtschnitt aller Prüfungen beläuft sich auf 2,15 –und auch das ist ein herausragender Wert! Aber bei all diesen Zahlen und Ergebnissen möchte ich dennoch hinzufügen: Der Wert eines Menschen ist nicht in Noten auszudrücken. Für Gott steht der Wert jedes Menschen bereits vor allen Leistungen fest und das macht stark. Natürlich ist es aufregend zu erfahren, wie man abgeschnitten hat. Wenn man gute Noten hat, ist das eine tolle Bestätigung, absolut! Aber wie geht’s denen, die nicht so gut abschneiden? Sie sind häufig frustriert und führen die mangelnde Leistung dann auf sich als schlechte Person zurück. Als ob derjenige weniger wert ist. Schon Luther hat festgestellt, dass kein Mensch seinen Wert jemals beweisen muss. Die Leistung ist dafür nicht entscheidend –der Wert des Menschen steht für Gott ganz unabhängig davon fest. Weil Gott die Menschen kennt und weiß, was in ihnen steckt. Seine wichtigste Rückmeldung an die Menschen lautet deshalb: Du bist liebenswert, so wie du bist!
Mit den Zeugnissen bekamen die Schüler, die bereits  auf gepackten Koffern saßen,  auch ihre ganz persönlichen One-Way-Flugtickets mit unbekanntem Zielort,  sowie Zertifikate für besonderes soziales Engagement für die Schulgemeinschaft als Schülersprecherinnen, im Sanitätsdienst oder in der Menschenrechts-AG.
Nach einem Umtrunk trennten sich die Wege erst einmal bis zum Abiball am 14. Juli im Brückenforum Bonn der unter dem Motto Abu Dhabi steht, bevor alle dann endgültig  in die weite Welt „fliegen“.

Astrid Karres

Unsere Abiturientinnen und Abiturienten
Auszug aus der Rede des Schulleiters