Stuhldesign

Ein Stuhl mit Hörnern und Euter: Realschüler des CJD entwerfen ausgefallene Sitzgelegenheiten.

Kuhstühle, Feuerstühle, Herzstühle - 70 „Sitzgelegenheiten" haben die Schüler der neunten und zehnten Klassen der Jugenddorf-Christophorusschule gestaltet und in der Volksbank in Bad Honnef ausgestellt. Dabei sind zahlreiche und vor allem bunte Objekte entstanden.
„Wir haben schon alles mögliche designt - Brillen, Hüte . . . ", erzählt Andreas Breitenstein, Kunstlehrer und Leiter des Projekts „Stuhl-Art" des CJD. Anlass für das Stuhlprojekt war ein ganz einfacher: „Eine Möbelfirma hat uns 70 Stühle geschenkt", erklärt Breitenstein. Ihre Gestaltung konnten die Schüler frei bestimmen. Einzige Vorgabe für die Realschulklassen war, dass die Stühle noch als Sitzmöglichkeiten benutzbar sind.
So ist zum Beispiel der „Kuhstuhl“' von Annika Placke entstanden. Die Schülerin der 9a hat dafür einigen Aufwand betrieben: Ihr Werk ist gut gepolstert mit hübsch geflecktem Kuhstoff, hat einen Kuhschwanz, einen Euter, eine Kuhglocke und sogar echte Kuhhörner an der Lehne. „Dafür habe ich bei einem Schlachter angerufen und der hat mir einen halben Kuhkopf mitgegeben", erzählt Annika. Ob das nicht ein wenig eklig sei? „Nein. Aber abgesägt hat die auch mein Vater." Sitzen tut es sich auf alle Fälle sehr bequem darauf, aber das hat in der Volksbank wohl noch niemand gewagt.
„Wir wollen die Kunst in Bad Honnef präsent machen", erklärt Filialleiterin Sybille Kinnart die Bereitstellung ihres Foyers als Austellungshalle.

Die Ausstellung in der Volksbank ist beendet. Am 19. Juli werden aber alle Werke beim Sommerfest des CJD in Königsiwinter zu sehen sein.

© www.general-anzeiger-bonn.de (17. Mai 2003, kec)

Die zehn besten Stühle wurden am 30. und 31. Mai 2003 in der Porta-Filiale Köln-Porz ausgestellt.


Nachdem wir mit unseren ersten Arbeiten des Schuljahres fertig waren, erklärte uns Herr Breitenstein, unser Kunstlehrer, dass er von einem Möbelhaus einige Stühle für unser nächstes Projekt bekommen hatte: STUHLDESIGN !
("Als Gegenstand der Objektkunst, also ohne kultische, symbolische, nützliche oder sonstige Funktion wird der Stuhl erst am Anfang unseres Jahrhunderts entdeckt. Voraussetzung für die zahlreichen späteren Erfindungen von Kunststühlen
war auch hier die Einführung kunstfremder Gegenstände in Kunstwerke (Collage, Reliefs, Plastiken), die zu Objekten werden." Michael Schwarz).
Bevor wir jedoch anfangen konnten, entwarf jeder von uns erst einmal eine Vorlage, wie er sich seinen Stuhl vorstellt. Jedoch war das am Anfang gar nicht so einfach, denn wir wussten schließlich noch nicht so genau, was wir für einen Stuhlform bekommen würden.
Als wir uns dann in der nächsten Unterrichtsstunde alle einen Stuhl ausgesucht hatten, war es etwas kompliziert, einen Anfang zu finden. Natürlich stand eines fest, die ursprüngliche Farbe des Holzes und Metalls und die Polster des Stuhls sollten sich auf jeden Fall verändern. So schmirgelten wir die Stühle etwas ab, damit die Farbe nicht von dem lackierten Holz abblättern konnte. Nach dieser Arbeit, suchten wir uns alle eine schöne bunte Farbe heraus und fingen an, die Stühle zu bemalen. Manche wurden einfarbig und änderten nur das Polstermuster, andere wurden mit verschiedenen Motiven und Mustern verziert.
Die fertigen Stühle sind nun sehr individuell farbig gestaltet und stehen ausgestellt in der Schule.
Nora Fischer, 10a
Wir danken der Firma Porta (Filiale Frechen) für die Unterstützung.

Der Kunstkurs der Klassen 10a und 10b bei der Arbeit:

Die Resultate (Klassen 10a, 10b und 10c)
 
Die Resultate (Klassen 9a und 9b)

Kurslehrer: Andreas Breitenstein
Fotos: Annika Placke und Tobias Mayer