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Kunstunterricht in der Jahrgangsstufe 12:Landschaft
und Farbe - über die ästhetische Wirkung von verschiedenen Farbstellungen
Die Aufgabenstellung behandelte das Thema Landschaft
und Farbe. Dabei sollten wir in eigenen Farbstudien die Wirkung
unterschiedlicher Farbklänge und -konstellationen herausarbeiten.
Es war wichtig, dass wir keine konventionelle Landschaften entwerfen,
die unsere Symbolsprache aus unserer Kindheit (Sonne, Bäume etc.)
beinhalten. Es sollte eine möglichst sparsame Landschaft werden,
wobei der Schwerpunkt auf der Farbe lag.
Wir hatten eine pastose Farbe (Grundfarben, Schwarz, Weiß) zur Verfügung,
die wir mit einem Spachtel oder unseren Fingern auf ein selbst gewähltes
Format auftrugen.
Am Anfang fiel es mir und vielen meiner Mitschüler (wir tauschten
oft unsere Erfahrungen aus) schwer, uns von den konventionellen Landschaften
zu lösen. Keiner wußte so recht was es jetzt heißt eine
Landschaft ohne Berge, Bäume und Blumen zu erstellen. Bei den Bildbesprechungen,
die wir zwischendurch immer wieder machten, sahen wir in fast jeder Struktur
einen Gegenstand, der einem bekannt war (Das sieht aus wie...).
Durch dieses Unbekannte schwang natürlich eine starke Unsicherheit
mit. Wie mache ich es richtig? Was ist, wenn ich es falsch verstanden
habe?
Doch man konnte nichts falsch machen. Jedes Bild hat einen auf einer bestimmten
Weise weitergebracht. Auch wenn einem das Bild nicht gefiel, wusste man
dadurch woran man weiterarbeiten konnte. Der relativ große Zeitraum,
den wir zur Verfügung hatten, ließ dieses Experimentieren zu.
Am Schluss war ich über meine Ergebnisse überrascht. Mir wurde
klar, dass es wichtig war, sich von dem Konventionellen zu lösen.
Dadurch konnte man sich am besten mit der Wirkung der einzelnen Farben
und Farbkonstellationen auseinandersetzen. Je nach dem in welcher Weise
man eine Farbe aufträgt und sie mit einer anderen Farbe mischt, hat
sie eine unterschiedliche Wirkung auf verschiedene Personen.
Johanna Beyer
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