Exkursion zur Synagoge nach Bonn

Wir sind die evangelische Religionsgruppe der Klassen 6d/e bei Frau Conrad. Da wir seit einiger Zeit im Unterricht über das Judentum gesprochen haben, besuchten wir die Synagoge in Bonn, um noch mehr zu erfahren. Am 2. Mai fuhren wir nach der zweiten Stunde mit der S-Bahn nach Bonn. Wir entdeckten an der Fassade der Synagoge einige Sachen, die wir schon besprochen hatten, z.B. den Davidsstern. In der Synagoge erfuhren wir, dass die Fensterscheiben durch Panzerglas gesichert sind zum Schutz vor Anschlägen und dass während unseres Besuches erhöhte Überwachung bestand. An den Fenstern waren keine Bilder von Heiligen wie in der katholischen Kirche, sondern einfach bunte Muster. Man schaut in der Synagoge immer nach Osten nach Jerusalem, dem Zentrum des ganzen Judentums. Frau Rauhut-Brungs, eine jüdische Schriftstellerin, erzählte uns eine Menge über die Juden. Es war sehr interessant und wir stellten unsere Fragen, die wir schon vorher zusammengestellt hatten. Im Gottesdienst müssen zehn Männer anwesend sein, sonst kann er nicht stattfinden. Sie müssen eine Kopfbedeckung tragen - auch die Jungen unserer Gruppe mussten das, da man im Judentum als Mann nicht ohne verhülltes Haupt vor Gott tritt. Im Gottesdienst müssen die Frauen oben auf der Empore sitzen. Das ist aber nicht sooo streng. In manchen Synagogen sind Männer und Frauen durch ein Gitter getrennt. Frau Rauhut-Brungs erzählte uns viel über das jüdische Glaubensverständnis und ihr Denken. Die billigste Thora (die Bibel der Juden, aber eigentlich die fünf Bücher Moses) kostet 25.000$, das wären fast
75.000 DM. Die Thora ist kein Buch, sondern eine Schriftrolle, die handgeschrieben ist. Beim geringsten Abschreibfehler muss der Teil der Thora neu abgeschrieben werden. Wir durften uns sogar die Thorarollen angucken. Das war toll. Zum Schluss machten wir noch ein Gruppenfoto von allen vor dem Thoraschrein. Dann fuhren wir wieder in die Schule. Dieser Ausflug war sehr interessant und lehrreich.

Jan Christopher Eckgold, Lisa Körver (9d), und Ulrike Conrad