
Spielerisches
Lernen mit modernster Technik, für sieben Schüler und eine
Schülerin erfüllte sich dieser Wunsch. Drei Monate lang trafen
sich die hochbegabten Schüler der CJD Jugenddorf-Christophorusschule
Königswinter im Institut für Autonome intelligente Systeme
(AiS), um gemeinsam mit AiS-Forschern Roboter zu bauen.
Neugierig beobachteten Carina Giesen, Alexander Grothkast, Jan Lukas
Hauffa, Max Herttrich, Michael Kryzek, Christoph Ohsenbrügge, Marius
Orfgen und Daniel Wiesendorf aus der Klasse 11e
Fußball spielende, krabbelnde und fahrende Roboter. Noch interessanter
aber war es für sie, selbst Roboter zu bauen. Mit großer
Begeisterung haben die Schüler unter Anleitung der AiS-Wissenschaftler
Monika Müllerburg und Dr. Horst Günther ein Experiment entworfen:
Ein mit einer Kamera ausgerüsteter Roboter überwacht blaue
oder grüne Objekte, die auf einer Fläche liegen. Er teilt
einem anderen Roboter mit, wo die Objekte liegen und welche Farbe sie
haben. Daraufhin fährt der zweite Roboter zu den Objekten und bringt
sie je nach Farbe zu einer Ablage für blaue oder grüne Objekte.
Die Schüler konstruierten und programmierten die Roboter mit Hilfe
des Lego-Mindstorms-Systems. Spielerisch begriffen sie die Funktionsweise
von Robotern und deren Programmierung. Informatik-Wissen wird ebenso
gefördert wie Mathematik, Physik, Mechanik und Elektrotechnik bis
hin zu speziellen Themen wie Prozess- und Arbeitsorganisation, Prozessortechnik
und Echtzeitprogrammierung. Die Ergebnisse der eigenen Arbeit waren
unmittelbar sichtbar: Bei jeder Änderung des Steuerprogramms konnte
der erwartete Effekt sofort anhand der Reaktion des Roboters überprüft
werden. Bei einer Abschlussveranstaltung stellten die Schüler ihre
Arbeit vor.
Das Schuljahr des Förderzweigs für hochbegabte Jugendliche
ist in Trimester gegliedert. In den ersten beiden Trimestern wird der
Unterrichtsstoff gerafft angeboten. Im dritten Trimester beschäftigen
sich die Schüler ausschließlich mit den von ihnen selbst
gewünschten Schwerpunktthemen, zu denen in diesem Jahr die intensive
Auseinandersetzung mit Robotern gehörte, die das Institut AiS nach
Absprache mit der Tutorin der Klasse 11e Frau
Huppertz und dem Koordinator der Hochbegabtenförderung der
Christophorusschule Herrn
Bierganz anbot. Das Institut AiS möchte den spielerischen Zugang
zu Technik- und Informatik-Wissen nutzen, um junge Menschen zu ermuntern,
sich mit Technik auseinanderzusetzen, die ihr Leben und Beruf maßgeblich
bestimmen werden. Das Institut AiS und die Christophorusschule setzen
das erfolgreiche Projekt im nächsten Schuljahr fort.
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http://www.ais.fhg.de/~mbg/ROBAU/
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