Liebe Schülerinnen und Schüler,


die Silhouette des Philosophen Immanuel Kant prägt das Titelbild des vor euch liegenden Jugendorfprogramms für dieses Schulhalbjahr.

Kant wurde 1724 in Königsberg geboren und lebte und lehrte dort bis 1804. Schon Goethe hielt ihn für einen der größten Philosophen seiner Zeit. Über den Verfasser „Der Kritik der reinen Vernunft“ schrieb Goethe an seinen Mitarbeiter Eckermann:
„Kant ist der vorzüglichste, ohne allen Zweifel. Er ist auch derjenige, dessen Lehre sich fortwirkend erwiesen hat, und die in unsere Kultur am tiefsten eingedrungen ist. Er hat auch auf Sie gewirkt, ohne dass Sie ihn gelesen haben...“
Kant hat ohne Frage bis heute Einfluss auf das Denken insbesondere in der Philosophie, Theologie und Pädagogik. Wir wollen diesem Wirken in verschiedenen Veranstaltungen und Unterrichtsreihen dieses Halbjahres nachspüren. Auf Philosphische Hausbesuche und Philosophische Zaubereien dürft Ihr gespannt sein. Ich hoffe, dass wir dabei auch ein wenig mehr über den Menschen Kant erfahren, der nicht nur große philosophische Denkgebäude entwickeln konnte, sondern auch als unterhaltsamer Gesprächspartner galt, der nicht frei von Selbstironie festgestellt hat: „Man merkt leicht, dass auch kluge Leute bisweilen faseln.“

Kant war übrigens ein guter Schüler, beruflich aber eher ein Spätstarter. Auch heute, in Zeiten andauernder Arbeitslosigkeit und geringer werdender Bereitschaft von Betrieben zur Ausbildung ist der Berufseinstieg für viele von Euch nicht leicht. Um so wichtiger ist es, dass es insbesondere zum Profil unserer Realschule gehört, Euch auf den Weg ins Berufsleben schon während Eurer Schulzeit vorzubereiten. Davon zeugen auch in diesem Programm wieder eine Vielzahl entsprechender Angebote in Zusammenarbeit mit dem Arbeitsamt Bonn.

Unser Kellertheater ist in diesem Halbjahr wieder Ort vieler neuer und spannender Aufführungen aller Jahrgangsstufen. Vom klassischem Dürrematt-Stück, über „Kisses und Cokes“ in englischer Sprache, einer Szenischen Collage des Literaturkurses bis hin zum selbst geschriebenen Musical reicht das Programm. Sogar Emil und die Detektive werden dabei sein. Allen Mitwirkenden wünsche ich schon heute den verdienten Applaus!

Am Ende dieses Schulhalbjahres trifft sich die Schulgemeinschaft wie immer zum großen Sommerfest des JDCS Königswinter. Dabei freuen wir uns besonders auf unsere neuen Fünftklässler.

Bis dahin wünsche ich allen ein erfolgreiches Schulhalbjahr 2004.


Dr. Johannes Heide