Das neue CJD-Internat
Von der Idee selbst bis zur Fertigstellung durchläuft jedes Projekt
sehr unterschiedlich aufwendige Zeitphasen. Beim Internat nahm dabei
die Grundsatzberatung der 3 W-Phasen (Wie-Wo-Was) den größten Zeitraum
in Anspruch. Zum "Wo" waren die Beratungen relativ einfach, der Standort
der alten Schule mit der attraktiven Nähe zu Schule, Kirche, Sporthalle
und Hallenbad machte
die Entscheidung leicht. Zum "Was" war die Entscheidung noch einfacher
Alle wirtschaftlichen Aspekte sprachen für die Erweiterung des alten
Baukörpers und gegen Neubauten. Viel, viel Zeit brauchte das "Wie".
Eine Vielzahl von Modellen wurde unter finanziellen Gesichtspunkten
fast 2 Jahre lang erörtert. Die Vergleiche führten zu immer neuen Denkanstößen,
das erforderte immer neue Berechnungen mit entsprechendem Zeitaufwand,
denn die Finanzierung eines Internats muss in der Verhältnismäßigkeit
zu den Folgekosten gesehen werden und für die Schüler bezahlbar sein.
Mit der Entscheidung -CJD baut selbst- wurde auch diese Phase dann abgeschlossen.
Dann ging alles sehr schnell. Nach der Klärung grundsätzlicher Anforderungen
des Betriebs stand die Planung nach 2 Monaten. Mit Herrn
Direktor Gardyan und dem Verwaltungsleiter, Herrn Koglin, hatten
wir zwei entscheidungsfreudige Partner, dadurch kamen wir schnell voran.
Die Ausschreibung verlief zügig, das Ergebnis der Angebote stimmte zum
intern festgesetzten Kostenrahmen und unserer Kostenberechnung, also
ging es nach Karneval (Anmerkung der Homepage-Redaktion:Karneval 2000)
los. Beim Umbau des Altbaus gab es viele Überraschungen. Instabile Decken
und Bauteile sowie mangelhafte Wärmedämmung verursachten zusätzlich
hohe Kosten und schlaflose Nächte. In vielen Gesprächen haben die Herren
Koglin und Görres dann immer wieder Wege gefunden, die der Finanzrahmen
zuließ. Nach 21 Wochen konnte das Internat bezogen werden. Die Schüler
erhielten ein modernes helles Haus mit den besten Einrichtungen zu Schall-,
Wärme- und Feuerschutz. Das Raumprogramm bietet Einzel- und Doppelzimmer
mit neuzeitlichen Hygieneeinrichtungen. Ein Aufzug und spezielle Zimmer
mit besonderen Einrichtungen für Behinderte gewährleisten auch einem
Rollstuhlfahrer das barrierefreie Wohnen im Internat. Im Angebot sind
Gruppenräume sowie Sport- und Spielräume; dazu kommt der neue Speisesaal
mit einer modernen Küche. Für das Architekturbüro Görres war das Ganze
eine sehr interessante Aufgabe, wir bedanken uns dafür beim CJD.
K.H. Görres, Architekt