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SUDAN. Der verschwiegene Krieg
- Wir reden.
Bilder und Texte
zum Trauern und Ermutigen.
Unter diesem Titel wurde am 12.9.2000
von P. Stephan Ocist aus Himmerod eine Ausstellung in der Aula des CJD
eröffnet, die bis zum 29.9. besucht werden konnte. Angeregt wurde
diese Initiative während der Besinnungstage der Jahrgangsstufe 13
im Februar letzten Jahres. Der Religionspädagogische
Arbeitskreis nahm die Idee auf und nach den Sommerferien wurde diese
Ausstellung in verschiedenen Religionsgruppen der Jahrgangsstufen 7
11 thematisch vorbereitet.
P. Stephan verbringt jedes Jahr
ca. 6 Wochen im Sudan und hat vor einigen Jahren die Initiative Sudan
gegründet, die mit rund 20 Projekten, von Schuleinrichtungen
bis Straßenbau, die Volksstämme, vor allem die Nuba, unterstützt,
die täglich den Bedrohungen und Bombenattacken des sudanesischen
Regimes ausgesetzt sind. Aber P. Stephan wusste an diesem Abend nicht
nur vom Leid der Menschen im Sudan zu berichten. Eindrucksvoll schilderte
er auch die tiefe Lebensfreude und die christliche Solidarität, den
ungeheuren Einsatz der Priester und Laien vor Ort.
Um die Hilfsprojekte von P. Stephan
zu unterstützen, starteten die beteiligten Religionsgruppen, AGs
und einige Klassen vor und während des Christophorusmarktes Aktivitäten,
deren Erlös der Sudan Initiative zugute kam. Unter anderem verkaufte
die AG Wir sind eine Welt ihre Produkte zugunsten von P. Stephan
und möchte ihn auch weiterhin unterstützen. Während der
Osterzeit werden immer freitags in den großen Pausen und anlässlich
aller Schulfeste weitere Verkaufsaktionen stattfinden. Einen besonderen
Erfolg erreichte eine evangelische Religionsgruppe der 7. Betroffen von
der Situation im Sudan wandten sich die Schüler mit einem Brief an
die Bundesregierung und wurden daraufhin von der Bundesministerin für
Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung , Frau Wieczorek-Zeul zu
einem Gespräch über Fragen der Menschenrechte und Möglichkeiten
der Hilfe und Entwicklungspolitik eingeladen.
Zu Weihnachten konnten wir P.
Stephan aus allen Aktionen zusammengenommen 1.400 DM überweisen.
P. Stephan hat sich dafür ganz herzlich bei allen engagierten Lehren
und Schülern bedankt. Sein Brief steht unten.
Angelika
Harmat
Himmerod,
den 8.1.2001
Liebe Schülerinnen und Schüler
der Christophorusschule in Königswinter,
Euch einen herzlichen Gruß
ins neue Jahr. Vor allem bedanke ich mich bei Euch für die Spende
aus verschiedenen Aktivitäten, die ihr mir die Jugendlichen und Kinder
im Sudan, in den Nuba-Mountains habt zukommen lassen. Gerade komme ich
von dort, habe wieder viel gesehen und erlebt, der Krieg wird noch schlimmer,
beinahe täglich fliegen die Antonov-Bomber der Regierung mit Splitterbomben,
die verheerende Schäden anrichten, übers Land und bombardieren
Schulen, Märkte und Hospitäler. Auch Kauda, der Ort, wo ich
jetzt war, wurde gerade zwei Mal bombardiert. Am 6.2. vorigen Jahres starben
dort 14 Kinder bei einem solchen Angriff.
Und doch sind die Menschen noch
hoffnungsfroh und sind glücklich, dass sie nicht alleingelassen werden
und andere auch ihr! an sie denkt. Wenn ihr Interesse habt,
kann ich euch gern Fotos, Bilder von dort schicken. Gern könnt ihr
auch an Wochenenden, freien Tagen oder Ferien zu uns in unser Gästehaus
kommen, das ich leite, und dort manches, auch Abenteuerliches erleben.
War gerade im Hochwasser herumschwimmen und toben einschließlich
Schlammschlacht mit anderen jungen Leuten, im beiliegenden Rundbrief lest
ihr auch von unseren Meditationswanderungen mit Kajaks in Brandenburg,
auch das ist etwas Spannendes.
Für heute verbleibe ich
so mit dankbaren Grüßen
Euer Bruder Stephan
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