Japanischer
Nachmittag am 15. Dezember 2009
Um nicht nur die japanische Sprache
zu lernen, sondern auch die eigentliche japanische Kultur näher gebracht
zu bekommen, fand am 15. Dezember 2009 ein "japanischer Nachmittag"
statt.
Dieser begann im Japanischen Kulturinstitut (JKI) in Köln, wo
wir zunächst auf Tuchfühlung mit japanischer Vorstellungs- und Bekanntmachungsart
gingen. Hierzu fand ein kleines Gespräch, selbst verständlich auf Japanisch,
zwischen uns Schülern und einer Mitarbeiterin des Instituts statt.
Anschließend
schauten wir zusammen eine japanische Filmproduktion (japanisch mit deutschen
Untertiteln) über das Leben in und um Hiroshima/Nagasaki kurz nach 1945 im
allgemeinen und in Verbindung mit den Folgen der Atombombenabwürfe.
Der
doch weit größere \u201eKulturschock\u201c (schließlich erfahren
am eigenen Leib) fand allerdings ein wenig entfernt vom JKI statt.
In einem
gemütlichen japanischem Restaurant lernten wir nämlich das traditionell
japanische Essen kennen. Neben dem wohl allgemein bekanntem rohen Fisch mit Reis
(Sushi) wurde auch frittiertes Gemüse (Tempura) gereicht, was zusammen mit
der Vorspeise (Suppe aus Sojabohnenpaste, eine sogenannte Misosuppe) wohl das
exotischste war und, gelegentlich mit etwas Überwindung, auch schmeckte.
Alles in allem sammelten wir eine Menge neuer Erfahrungen und hatten das
Gefühl, die spannende und etwas fremdartige japanische Kultur zumindest in
Ansätzen nachvollziehen zu können. Somit war es ein auf jeden Fall äußerst
lohnender und wohl noch weit ausbaubarer Ausflug.
Pascal
Jägers, 11e
Japanisch
am CJD im Herbst 2008
Ende Oktober traf sich im Haus der Geschichte
ein Grüppchen mehr oder weniger ominöser, aber vor Allem unterschiedlichster
Menschen zu einem Vortrag der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Bonn e.V. mit dem
Titel Mein Nachbar Chihiro. Unter diesen auch Frau Trumpa, Japanisch-Lehrerin
am CJD, mit einigen Schülern und Studenten. Mit Begeisterung führte
Prof. Dr. Reinhard Zöllner von der Universität Bonn das Auditorium mit
kleinen Filmsequenzen in die verzaubernde Welt von Heidi bis Totoro und stellte
die Frage, wie diese Filme des bekannten Studio Ghibli nicht nur die japanische
Gesellschaft verändern wollen und auch können.
Motiviert, in der
nächsten Videothek einige bekannte Animes auszuleihen, beschritt man den
Weg nach Hause und fand sich zwei Wochen später wieder ein. Diesmal, um einem
Doppelvortrag zweier Absolventen der Bonner Universität beizuwohnen.
Zunächst klärte Stephanie Osawa über Jugenddevianz und -delinquenz
in Japan auf, da spätestens in den 90er Jahren vermehrt Nachrichten von spektakulären,
aber in erster Linie grausamen Gewaltverbrechen adoleszenter Japaner auftauchten
und sich daher die Frage stellte, ob diese tatsächlich so verrucht und kriminell
sind wie in den Medien dargestellt. Doch schon der internationale Vergleich machte
deutlich, dass der absolute Anteil devianter Jugendlicher geringer ist, wenn man
bereit ist, einen allgemeineren Maßstab anzusetzen. Die Polizei greift junge
Menschen nämlich vor Allem wegen unsittlichen Verhaltens und
nicht wegen schwerer Delikte oder etwa kleinerer Diebstähle auf. Und dazu
gehören neben Tabak- und Alkoholkonsum auch bspw. ein auffälliger Freundeskreis
oder nächtliches Herumstreifen. Als Fazit wurde deutlich, dass die enger
gefassten Werte- und Normvorstellungen der japanischen Kultur den Eindruck einer
zunehmenden Jugenddevianz verstärken.
Hierauf stellte David Bender die
traditionellen Kampfkünste Japans vor und führte das Publikum schleunigst
durch sechs Jahrhunderte verschiedenster Waffen, Schulen und Techniken, ohne dabei
die heutige Bedeutung und den Wandel dieser auch für viele Deutsche attraktiv
gewordenen Künste unberücksichtigt zu lassen.
Frau Trumpa, die uns
stellvertretend zu diesen Veranstaltungen eingeladen hatte, unterrichtet momentan
je einen Japanisch-Kurs in der 11. und in der 12. Jahrgangsstufe des CJD. Bereits
im letzten Jahr hatte ein Schüler die Chance, Japanisch als Abiturfach zu
wählen, wahrgenommen. Dies ist jedoch nur eine Möglichkeit, die eigenen
exotischen Kenntnisse zur Anwendung zu bringen. So fordert auch beispielsweise
der alljährliche Bundeswettbewerb Fremdsprachen Schüler ostasiatischer
Sprachen zur Kompetition auf. In diesem Jahr hat es Sabrina Stockhausen aus der
12 bis in die letzte Runde geschafft! Und auch der Japanese Language Proficiency
Test, der jedes Jahr im Dezember stattfindet und an dem in diesem Jahr Judith
Leyens aus der 11 teilnimmt, motiviert dazu, seine Leistung unter Beweis zu stellen.
Schlussendlich kann man sagen, dass diese Herangehensweise an eine fremde Sprache
und Kultur immer wieder spannend und interessant ist - und nicht zuletzt viel
Spaß bringt.
Es lernen zur Zeit sehr erfolgreich
in der 12. Jgst:
Azade Beck, Lena Fähnrich, Judith Leyens, Elena von Rohden
in der 13.
Jgst. Anna Hennig, Ria Schroeder und Sabrina Stockhausen
Ria Schroeder, Jgst.13
13
E des Schuljahres 2009/2010, Zentralabitur 2010

13
E des Schuljahres 2007/2008, Zentralabitur 2008

Erstmals am CJD: Japanisch als 3. Abiturfach - eine "Zwei"! Nach zweieinhalb Jahren
intensivem Japanischlernen war es im April 2008 so weit: Alexander Sturm aus der
13e legte im Rahmen des Zentralabiturs eine schriftliche Prüfung in Japanisch
ab und erzielte dabei die Note "gut". Wie in allen Fremdsprachen war in der Aufgabenstellung
ein Text zu "knacken" (wobei die Fertigkeit "Lesen" bei Japanisch das Entschlüsseln
und Verstehen umfasst!), dann mussten verschiedene Fragen zu Inhalt, Hintergrundwissen
sowie weiterführender Art beantwortet werden. Angesiedelt war das Niveau der Prüfung
zwischen A2 und B1 des Europäischen Referenzrahmens, was für Japanisch, das bis
zu fünfmal schwieriger eingestuft wird als nähere Sprachen, ein beachtliches Niveau
ist.
Zwei
erfolgreiche Teilnahmen am Japanese Language Proficiency Test (JLPT)
Wieder
einmal war es im Dezember 2007 soweit: der einmal jährlich weltweit stattfindende
Japanese Language Proficiency Test stand an, und diesmal nahmen gleich zwei Schüler
der Stufe 13 daran teil. Durch den Grundkurs Japanisch (à Zentralabitur!)
gründlich vorbereitet schnitten die beiden entsprechend gut ab: Alex mit
78 %, Joris mit 76 %. Es ging um Vokabeln/Zeichen, Hörverständnis und
Grammatik/Leseverstehen, und das Zertifikat hat weltweit Gültigkeit. Somit
kann es bei Bewerbungen oder Plänen mit Japan-Bezug von großem Nutzen
sein.
Herzlichen Glückwunsch an "Alex-san" und
"Joris-san"!
Kore kara mo ganbatte ne!
Heike
Trumpa
Leiterin der Japanisch-Kurse
P.S.
Zur Übersicht noch eine Liste der Prüflinge der vergangenen Jahre:
2003
Annette Düren 80 %
2004 Jens Fielenbach 78 %
2004
Vanessa Tünsmeyer 63 %
2006 Pia Kullik 73 %

Die
Japanisch-AG für Fortgeschrittene (Schuljahr 2002/3)

Die
Japanisch-AG für Anfänger (Schuljahr 2002/3)

Lesung des japanischen Literaturnobelpreisträgers Kenzaburo OE
Am
14. September 2005 fand im Japanischen Kulturinstitut Köln eine Lesung statt,
die etwas ganz Besonderes war: der japanische Nobelpreisträger Kenzaburo
OE las aus seinem neusten Werk "Tagame-Tokio-Berlin". Da es der Japanisch-Lehrerin
Heike Trumpa gelungen war, einen ganzen Stoß Karten zu reservieren, hatte
der Japanisch-Kurs der 12e zusammen mit Japanisch-Schülern und -Schülerinnen
des Gymnasiums Rodenkirchen die Gelegenheit, die Lesung mitzuerleben. Nach einem
japanischen Essen im Restaurant Nikko, das wie immer auch für das Auge ein
Genuss war, begann die Lesung um 20 Uhr und entpuppte sich bald als Gesprächsrunde
zwischen dem Autoren, einem Moderator und einem (japanischen) Dolmetscher. Dabei
waren nicht nur die Inhalte interessant, sondern auch die ulkige Art Oes: so redete
er gern und lange und berührte dabei alle möglichen Bereiche, so dass
er öfter vom Dolmetscher gestoppt wurde, damit dieser überhaupt noch
zum Zuge kam. Die eigentliche Lesung fand dann primär in deutscher Sprache
statt und behandelte ausgerechnet einen Abschnitt aus dem Buch, in dem in mehreren
Anläufen eine Suppenschildkröte getötet wird. Der Höhepunkt
aber war, als sich die Schülerinnen eins der Werke von OE persönlich
signieren ließen: er schrieb nicht nur mit Pinsel seinen Namen in japanischen
Schriftzeichen hinein, sondern auch mit Füller seinen Namen in unserer Schrift
und das Datum dazu. Natürlich bedankten sich alle Schülerinnen formvollendet
mit der entsprechenden Floskel, aber auch mit einer Verbeugung.
Um mit den
Worten eines Vertreters des Japanischen Kulturinstituts zu schließen: "Es
ist erstaunlich, dass sich so junge Leute schon für diese Art Literatur interessieren!"
Wer neugierig geworden ist, dem sei "Eine persönliche Erfahrung"
(Suhrkamp Verlag) empfohlen, das bekannteste und repräsentativste Werk.
Heike Trumpa
Erfolgreiche Teilnahme
am Japanese Language Proficiency Test (Dezember 2004 und 2003)
Wie auch im Jahre 2003 haben wieder Schüler der Jugenddorf-Christophorusschule
Königswinter am weltweit stattfindenden Japanese Language Proficiency Test
(JLPT) teilgenommen. Jens Fielenbach (13e, Abi2005) und Vanessa Tünsmeyer
(Stufe 11, Abi 2007) erreichten jeweils 78 % bzw. 63 %. Der Test gliederte sich
in die Sparten Vokabeln/chinesische Zeichen, Hörverstehen sowie Grammatik/Lesen.
Besonders hervorzuheben ist, dass Vanessa Tünsmeyer mit dem Japanisch-Lernen
bereits in der Mittelstufe begann, erst in der AG, dann in Oberstufen-Kursen.
2003 fuhr sie als eine von sieben Schülerinnen und Schülern des CJD
mit nach Japan. Jens Fielenbach erreichte seine Punktzahl nach nur eineinhalb
Jahren Unterricht und ohne Japan-Erfahrung.
Am 7. Dezember
2003 fand an drei Standorten in Deutschland der weltweit durchgeführte Japanese
Language Proficiency Test statt. Dieser Test ist vergleichbar mit dem TOEFL (Test
of English as a Foreign Language)-Test. Jedes Jahr nehmen ca. 20.000 Japanisch-Lernende
aus der ganzen Welt am JLPT teil.
So auch Annette Düren aus der 12 E,
die in der Japanisch-AG, später dann in Oberstufen-Kursen, aber auch während
ihrer Japan-Reise im Sommer
2003 ihr Japanisch immer weiter ausgebaut hat. Auf der Stufe 4 des Tests erreichte
sie das beachtliche Ergebnis von 80 %.
Die Japanisch-AG (Schuljahr 2001/2002):
