Multimodale therapeutische Wohngruppe „Habakuk“

Pädagogischer Leiter
Peter Malburg

Hausleitung
Andrea Wenn
Dipl. Psychologin Miriam Martini (Psychologische Leitung)
Foto von Peter Malburg
Foto von Andrea Wenn
Foto von Dipl. Psych. Miriam Martini


Das CJD Königswinter implementiert eine therapeutische Wohngruppe, deren Bewohner/innen eine der bereits bestehenden Schulformen des CJD Königswinter, d. h. die Realschule oder das Gymnasiums mit integrierter Hochbegabtenförderung oder eine andere schulische oder berufsvorbereitende Einrichtung der Umgebung Bonn/Königswinter besuchen.

Die Ziele dieser Maßnahme sollen darin bestehen, Jugendlichen mit einer klinisch-psychiatrischen Diagnosestellung in Abhängig-keit von der Schwere der Störung und der situativen Gegebenheiten:
einen Schul- oder Ausbildungsabschluss zu ermöglichen,
einen eigenverantwortlichen Umgang mit der psychischen Erkrankung zu erlernen,
eine möglichst weitreichende Verselbständigung zu erreichen,
eine realistische individuelle Zukunftsplanung zu entwickeln und erste Schritte zu deren Verwirklichung zu unternehmen: eine Wiedereingliederung in die Herkunftsfamilie, die Eingliederung in einer Wohngemeinschaft oder Maßnahme mit geringerer Betreuungsintensität.

Aufnahmealter: Jugendliche und junge Erwachsene ab dem 14. Lebensjahr

Aufnahmekriterien:
Borderline-Störungen
Depressionen
Essstörungen

Ausschlusskriterien:
- akute Suizidalität
- akute Psychose mit dem dringenden Bedarf einer stationären Unterbringung
- Drogen- und/oder Alkoholmißbrauch
- Jugendliche, die aufgrund einer bestehenden Behinderung oder Krankheit eine intensive pflegerische Versorgung oder spezielle Ausstattung benötigen, können nicht aufgenommen werden

Alle Teilnehmer/-innen der Wohngruppe müssen an Modulen des Behandlungsprogramms DBT-A teilnehmen.
Die DBT ist in zwei Teile gegliedert: das psychosoziale Fertigkeitentraining, das von den Mitarbeiter/-innen der Wohngruppe geleitet wird und die Einzeltherapie, die außerhalb unserer Einrichtung durchgeführt wird und die Bewohner/-innen zusätzlich stützen. Das psychosoziale Fertigkeitentraining setzt an der Selbststeuerung, an den interpersonellen Fertigkeiten und an den Fertigkeiten zur Stresstoleranz an. Die Einzeltherapie verfolgt z.B. bei Borderline-Klientinnen vorwiegend motivationale Ziele: Verbesserung der Motivation weiterzuleben, borderlinetypische durch adaptive Verhaltensweisen zu ersetzen und sich ein lebenswertes Leben aufzubauen. Auch bei anderen Störungsbildern wird wert darauf gelegt, dass zusätzlich eine Einzeltherapie erfolgt.
Behandlungsmodule des psychosoziale Fertigkeitentraining
Es gibt vier Module der DBT-A:
1)Innere Achtsamkeit,
2)Zwischenmenschliche Fähigkeiten,
3)Bewusster Umgang mit Gefühlen,
4)Stresstoleranz.
Bei der Durchführung der Module sollte man sich an den Voraussetzungen und aktuellen Bedürfnissen der Gruppe orientieren.
In den verschiedenen Modulen werden „Was“- und „Wie“-Fertigkeiten vermittelt. Unter „Was“-Fertigkeiten versteht man Wahrnehmen, Beschreiben, Teilnehmen. Die „Wie“-Fertigkeiten sind: nicht bewerten, konzentriert, wirkungsvoll.
Platzzahl: 5 Plätze §35a SGB VII
Mitarbeiterschlüssel: 1:1,1

Aufnahmeverfahren:

Eine Aufnahme ist möglich, wenn die Kostenzusage des zuständigen Jugendamtes vorliegt.
Bei dem Aufnahmegespräch werden mit dem jungen Menschen die Erwartungen und Rahmenbedingungen abgeklärt. Diese beinhalten eine klare Vertragsarbeit zwischen dem jungen Menschen und den Betreuern und die Offenlegung der in der Gruppe bestehenden Regelungen. Innerhalb der ersten zwei Wochen nach der Aufnahme sind die zur Abklärung anstehenden Fragen und die Zielsetzung der Unterbringung im Rahmen eines persönlichen Entwicklungsplanes zu beschreiben.
Eine endgültige Unterbringung erfolgt nach einem mindestens vierwöchigen Probewohnen.
Anfragen richten Sie bitte an:

Dipl. Psychologin Miriam Martini (Psychologische Leitung)
Cleethorpeser Platz 12
53639 Königswinter
Tel.: 02223/279594
mmartini (at) cjd-koenigswinter.de

Gebäude der Gruppe Habakuk auf der Königswinterer Hauptsraße