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Im Juni 2004 machte sich die neunköpfige Physikvertiefungstruppe
zusammen mit Frau Huppertz von Königswinter aus auf den Weg zum Deutschen
Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Porz-Wahnheide.
Dort angekommen erfuhren wir in einem Vortrag, wo die Forschungsgebiete
des DLR liegen und welche Ziele dort verfolgt werden. So versucht man
beispielsweise in der Luftfahrt die Flugeigenschaften von Flugzeugen zu
verbessern und gleichzeitig den Fluglärm zu verringern. Des weiteren
sollen neue umweltschonende Antriebsmöglichkeiten für den Verkehr
entwickelt, in Weltraummissionen erprobte Materialien oder auch medizinische
Techniken für die allgemeine Bevölkerung nutzbar gemacht und
die satellitengestützte Navigation auf der Straße, im Wasser
und in der Luft optimiert werden.
Anschließend wurden wir durch mehrere Forschungsstationen geführt,
wie zum Beispiel einen tiefgekühlten Windkanal, in dem man die Aerodynamik
von Flugzeugen annähernd perfekt simulieren kann.
Nach dem Essen hörten wir dann Vorträge über zwei DLR-Projekte,
mit denen sich jeweils eine Schülergruppe in der Vertiefung beschäftigen
wird.
Zuerst ging es ins Kontrollzentrum der Rosetta-Mission. Rosetta ist eine
unbemannte Raumsonde die erstmals einen Lander auf einem Asteroiden absetzten
soll. Neben der komplizierten Flugroute, die erst in zehn Jahren auf dem
Asteroiden endet, lernten wir die Experimente kennen, die auf dem Landegerät
installiert sind. Mit ihnen sollen Rückschlüsse auf die Entstehung
des Sonnensystems möglich sein. Außerdem können sie für
die Theorie, dass das Leben von Asteroiden auf die Erde gebracht wurde,
eine wichtige Rolle spielen.
Im letzten Abschnitt unserer Exkursion wurde uns die Funktion von Klinostaten
nahe gebracht. Unter Klinostaten versteht man Geräte, die, wie ein
Rad, horizontal rotieren, wodurch sich ein Objekt in der Rotationsachse
in Schwerelosigkeit befindet. Aufgrund der gleichzeitig im äußeren
Bereich der Apparatur auftretenden Fliehkräfte können nur sehr
kleine Objekte in Klinostaten beobachtet werden. Sie werden hauptsächlich
dafür verwendet um Versuche, die im Weltraum durchgeführt werden
sollen, vorauszusagen, damit man nur Experimente ins All schießt,
die sich auch lohnen. Alles in allem war die Fahrt zum DLR eine sehr interessante
und spannende Exkursion.
Martin Fassbender, 12E
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