Hochbegabtenförderung
in der Sekundarstufe I Den Förderkonzepten für hochbegabte
Kinder und Jugendliche in der Sekundarstufe I liegt das Modell einer integrativen
Hochbegabtenförderung zugrunde, d. h. je ein oder zwei Klassen jeder Jahrgangsstufe
werden in integrativen Förderklassen unterrichtet, die zu etwa gleichen Teilen
aus hochbegabten und leistungsstarken Schüler/innen bestehen (unsere Schulpsychologin
kann entsprechende Testungen durchführen). In diesen Klassen wird nach den
Prinzipien des Enrichment (Vertiefung) und der Akzeleration (beschleunigtes
Lernen) unterrichtet.
Der Stundenplan in diesen Förderklassen
entspricht hinsichtlich der Unterrichtsfächer und -stunden den curricularen
Vorgaben und damit größtenteils dem der Parallelklassen im Gymnasium. Zusätzlich
wird die gesamte Klasse in Forschen im Bereich der Fächer Physik,
Chemie, Erdkunde und Informatik - unterrichtet. Dieses von uns konzipierte Fach
ermöglicht gerade den hochbegabten und leistungsstarken Schüler/innen
unserer Förderklassen eigenverantwortlich und innovativ arbeiten zu können,
da sie komplexe und auch oftmals fächerübergreifende Probleme und Aufgaben
analysieren, vertiefen und bewerten. Das Fach Forschen stützt sich dabei
auf die Kenntnisse und Erfahrungen aus den zusätzlich unterrichteten naturwissenschaftlichen
Fächern sowie Erdkunde, geht aber inhaltlich darüber hinaus. Das
in unseren Förderklassen eingeführte Fach Projektunterricht wurde
von uns ebenfalls speziell für hochbegabte und leistungsstarke Schüler/innen
entwickelt, um das selbständige und kreative Arbeiten auch im geistes- und
gesellschaftswissenschaftlichen sowie künstlerisch-musischen Bereich zu fördern.
Hier können die Schüler/innen allein, zu zweit und in kleineren Gruppen
an Vertiefungen zum Unterricht arbeiten, eigenständig eine Halbjahresarbeit
anfertigen, ein fächerübergreifendes Projekt erarbeiten oder Ähnliches. Für
die abschließenden Präsentationen im Rahmen zweimal jährlich stattfindender
Jugenddorfabende wird Vielfalt erwartet, z. B. Präsentation am PC, Vorstellung
eines Modells oder einer Website, Vorführen eines Theaterstücks, einer
Tonaufnahme oder eines Films. Ab der Klassenstufe 7 wird bezüglich
des Mathematikunterrichts eine Außendifferenzierung vorgenommen, d. h. eine
Aufteilung der Klasse in zwei unterschiedliche leistungsstarke Lerngruppen, die
von jeweils einem Kollegen unterrichtet werden. Auf diese Weise können beide
Gruppen entsprechend ihrem Niveau arbeiten. Wie bei den oben genannten Konzepten
bildet die Teilnahme an Wettbewerben einen weiteren Schwerpunkt (Mathe-Olympiade
verpflichtend). Über die beschriebene Förderung in unseren Spezialklassen
hinaus besteht für alle Kinder und Jugendlichen die Möglichkeit zur
außerunterrichtlichen Bildung durch unsere Arbeitsgemeinschaften, durch
Workshops im Kreativhaus, durch die angegliederte Musikschule und durch Veranstaltungen
des Jugenddorfprogramms. Hochbegabtenförderung
in der Sekundarstufe II Organisation Im Gegensatz zur Sekundarstufe
I, der das Modell einer integrativen Hochbegabtenförderung zugrunde liegt,
zeichnet sich die Sekundarstufe II durch eine reine Hochbegabtenklasse aus. Jeder
Schüler und jede Schülerin in dieser Klasse ist auf eine vorliegende
Hochbegabung getestet. Das gilt als eine notwendige Voraussetzung für die
spezielle Organisation der 11. und 12. Jahrgangsstufe. 1. Konzept, eingeführt
mit Beginn der Hochbegabtenförderung (Abänderung voraussichtlich
zum SJ 2009/10) 1. Aufteilung des Schuljahres in Trimester Die Schuljahre
in der 11. und 12. Jahrgangsstufe in der reinen Hochbegabtenklasse sind nicht
wie an gewöhnlichen Schulen in Halbjahre aufgeteilt, sondern in Trimester.
In den ersten beiden Trimestern werden die curricularen Inhalte akzeleriert erarbeitet.
Diese wir durch eine spezielle Unterrichtsweise ermöglicht. Übungsphasen
sind nur sehr kurz in das Unterrichtsgeschehen integriert. Die Hausaufgaben bestehen
nur zu einem geringen Teil aus Wiederholungen und Übungen. Der Schwerpunkt
liegt hingegen eher in dem Erarbeiten von neuen Inhalten, die gleichzeitig als
Vorbereitung auf die nächsten Unterrichtsstunden und zur Vertiefung dienen.
Hier werden auch bereits die Grundprinzipien des Unterrichts im Bereich der Hochbegabtenförderung
deutlich. Sie sind die Akzeleration (beschleunigtes Lernen) und das Enrichment
(vertiefendes Lernen). Das Unterrichten der curricularen Pflichtinhalte wird bis
etwa vier Wochen vor dem Beginn der Sommerferien beendet sein (Akzeleration).
Das ist die Voraussetzung für die sich nun anschließende Vertiefungsphase
(Enrichment), dem dritten Trimester. 2. Vertiefungsphase (3. Trimester)
Im zensurenfreien dritten Trimester finden verschiedenste Vertiefungsangebote
statt. Die ausgeprägte Kooperation mit vielen Instituten (u.a. Friedrich-Wilhelms-Universität
Bonn, FH Remagen und St. Augustin, DLR, ESA, Fraunhofer-Institut, Theodor-Heuss-Akademie,
Forschungszentren Frankenforst und Caesar, Uniklinik Bonn, verschiedene Museen)
erlaubt Vertiefungsangebote auf hohem Niveau. Unter den SchülerInnen sehr
beliebte Vertiefungen sind zum Beispiel der mehrtägige Rhetorikkurs, der
in der Theodor-Heuss-Stiftung bei Gummersbach stattfindet. Ein anderes Projekt
beinhaltet das Erarbeiten von Grundlagen der Flugmechanik mit anschließendem
Segelfliegkurs (Flugplatz Hangelar). Viele externe Angebote weisen Forschungscharakter
auf. Für jede erfolgreich absolvierte Vertiefung erhalten die SchülerInnen
eine Teilnahmebescheinigung. Die Prinzipien des Enrichments und des Groupings
(Arbeiten in Teams) kommen hier besonders zum Tragen. 3.Wahl von Exzellenzkursen
Bisher sah das Königswinterer Konzept der Hochbegabtenförderung die
Wahl von mehr als zwei Leistungskursen vor. Gestützt durch regelmäßige
Evaluationen und durch unsere langjährigen Erfahrungen versuchen wir das
Modell stets optimal für die hochbegabten SchülerInnen zu gestalten.
Daraus resultieren selbstverständlich Veränderungen. Das neue Konzept
der Hochbegabtenförderung an der CJD Christophorusschule, welches zum Schuljahr
2009/10 eingeführt wird, ermöglicht die Wahl von sogenannten Exzellenzkursen
(Prinzipien des Enrichments und der Akzeleration), die neben den üblichen
Leistungskursen angeboten werden. Es können zwei oder drei Exzellenzkurse
gewählt werden. Ein Exzellenzkurs ist ein Leistungskurs mit einem erhöhten
Anspruchsniveau. Dieses ergibt sich u.a. aus einem größeren Lerntempo,
fächerübergreifenden Lernen, hohen Erwartungen an das eigenverantwortliche
und selbstständige Arbeiten, einem großen Stellenwert der Transferleistung
und strengen interne Regeln (Bei mangelndem Arbeitseinsatz, unentschuldigtem Fehlen
oder schlechten Leistungen kommt es in der Regel zum Wechsel in den normalen Leistungskurs.
Durch diese Maßnahme kann der Exzellenzkurs der Hochbegabtenförderung
in besonderem Maße gerecht werden, da das Niveau hoch bleibt!) Sind
in einem Exzellenzkurs noch Plätze frei, so kann dieser mit sehr leistungsstarken
und lernmotivierten Schülerinnen und Schülern aus dem Normalzweig aufgefüllt
werden. Dazu sind jedoch sehr gute Leistungen und eine Empfehlung des bisherigen
Fachlehrers/Tutors nötig! 4. Zertifizierung Hochbegabte SchülerInnen,
die an mindestens zwei Exzellenzkursen pro Halbjahr und der Vertiefungsphase erfolgreich
teilgenommen haben, erhalten mit dem Abiturzeugnis ein Zertifikat, das die Teilnahme
an dem speziellen Programm für Hochbegabtenförderung in besonderer Form
bescheinigt. 5. Weitere Fördermaßnahmen in der Sekundarstufe
II a)Ein weiteres externes Angebot, das von einigen sehr leistungsstarken
SchülerInnen immer wieder erfolgreich wahrgenommen wird, ist das FFF-Programm
der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn ("Fördern,
Fordern, Forschen"). Es besteht aus einem parallel zum Unterricht laufenden
Studium in verschiedensten Fachbereichen, in dem bereits vor dem Abitur der Scheinerwerb
ermöglicht wird. Für die Vorlesungen und Übungen werden die SchülerInnen
nach Absprache freigestellt. b)In der Christophorusschule bieten qualifizierte
Lehrer verschiedene Sprachzertifikate (DELF, Cambridge Certificate Professional
(höchste Stufe), ...) an. c)Das Königswinterer Konzept sieht im
besonderen Maße auch die Teilnahme an Wettbewerben vor. Die Möglichkeiten
sind sehr vielfältig. So gibt es allein im Bereich der Mathematik in der
Sekundarstufe II jedes Jahr eine meist erfolgreiche Teilnahme an vier Mathewettbewerben
mit zum Teil vorbereitenden Arbeitsgemeinschaften (Mathematikolympiade, Bundeswettbewerb
Mathematik, Alympiade, Wiskunde). Die CJD Christophorusschule ermöglicht
die Teilnahme an verschiedensten Programmen von unterschiedlichen Institutionen,
die der Hochbegabtenförderung dienen: FFF (http://www.fff.uni-bonn.de/
) Lisa Hartung, Schülerin der 13E (Abitur 2009) der CJD-Christophorusschule
hat im Sommersemester 2008 ein sehr gutes Vordiplom in Mathematik erreicht. (http://www.youtube.com/watch?v=xBxgYr9iHsE) Im
Wintersemester 2008/09 belegten Nico Nowak (10E) die Vorlesung/Übung Physikalische
Chemie I, Max Schwarz (11E) ein Programmierpraktikum für Roboternavigation
und Lisa Hartung (13E) Wahrscheinlichkeitstheorie I, Darstellungstheorie I und
Mengenlehre. Zusätzlich nahm sie an der Makroökonomie A, Mikroökonomie
A und Statistik A teil. Jungforschergruppe im Epileptologischen Zentrum
der Universitätsklinik Bonn (http://www.ukb.uni-bonn.de/quick2web/internet/internet.nsf/vwWebPagesByID/5C584EA3C3F6DE7AC1257338002B5936?OpenDocument)
Junior-Ingenieur-Akademie (http://www.cjd-koenigswinter.de/ereignisse/junioringenieurakademie/index.php)
und http://www.cjd-junge-ingenieure.de/index.php?option=com_content&task=view&id=13)
Robotik (http://www.cjd-junge-ingenieure.de/index.php?option=com_content&task=view&id=1&Itemid=8)
Naturwissenschaftliche Projekte/Forschung * Einstein-Jahr 2005:
Mitgestaltung des Einstein-Kongress zum Ende des Einstein-Jahres in München
in Zusammenarbeit mit dem DLR School_Lab in Oberpfaffenhofen: Vortrag: Einstein
und die Satelliten-Navigation, sowie Gestaltung des Internet-Auftritts des Kongresses,
Adresse der Website: http://www.de.schola-21.de/ideen/beispiele/einstein.aspx
* Zusammenarbeit mit dem DLR School_Lab in Oberpfaffenhofen: regelmäßiger
Besuch einenr Gruppe hochbegabter Physik-Schüler der Oberstufe im School_Lab
mit zweitägigem Workshop in den Einrichtungen des dortigen DLR (Ansprechpartner:
Dr. Hausamann) Beipielhafte Publikation: Hausamann, D. & Schmitz, W.
(2007): Enrichment at the Doorstep of University - The Einstein GPS Project.
In: Proc. 10th Conference of the European Council for High Ability. Lahti, Finland.
September 13 \u2013 16.,2006 (accepted). * Zusammenarbeit mit der DARA
in Bonn: Organisation eines Experimentes (Oil Emulsiaon in Space) bei der Reiter-Mission
in der ISS, Bericht in den Tagesthemen mit einer unserer Klassen, Link zu den
Tagesthemen: http://www.tagesschau.de/multimedia/video/video69798_bcId-sendung4288_ply-internal_res-ms256_vChoice-video69790.html
Im Rahmen dieser Zusammenarbeit waren unsere Schüler beim Parabelflug
zur Vorbereitung der Experimente beteiligt. * Mehrjährige Zusammenarbeit
im Bereich der Robotik mit Institutionen der Region: Der Beginn der Zusammenarebti
waren Praktika von Schülern im Fraunhofer-Institut IAIS in Sankt Augustin.
http://www.uni-protokolle.de/nachrichten/id/75734/; http://idw-online.de/pages/de/news37396
Diese Zusammenarbeit wird bis heute fruchtbar umgesetzt.in jedem Jahr besuchen
Schüler der neunten Klasse als Praktikanten dieses Institut. * Auch
im Bereich Robotik arbeiten wir mit den Einrichtungen des DLR in Bonn und Oberpfaffenhofen
zusammen http://www.dlr.de/schoollab/Portaldata/24/Resources/dokumente/aktuelles/Praes_DSL-OP.pdf
http://www.dlr.de/desktopdefault.aspx/tabid-4741/7888_read-12417/ http://www.dlr.de/Portaldata/1/Resources/kinder_und_jugend/si6_robotik.pdf
* Ein
Bericht über Roboter in der Schule bei Focus-Online Die Aktivitäten
der Roboter AG sind auch in der Veröffentlichung zum Schulpreis 2006 beschrieben:
http://www.le-gymnasien-nrw.de/infoboerse/LE_Schulpreis_26_27.pdf * Diese
Aktivitäten, die seit 2002 an unserer Schule durchgeführt erreichten
im Schuljahr 2007/08 weitere Höhepunkte: Vizemeister bei den Zentraleuropäischen
Meisterschaften der FirstLegoLeague in Triberg und damit verbunden die Teilnahme
an den Open Asia Championship in Tokio, dort Gewinn des Team Spirit Award (http://www.hands-on-technology.de/archive/fll_2007/fll_final),
Gewinn der Deutschen Vizemeisterschaft im RobocupJunior Soccer 2-2 durch das Team
C-PALB, damit verbunden die Teilnahme an der Robocup-Weltmeisterschaft in Suzhou/China,
dort Gewinn des Wettbewerb in der Kategorie GenII (eine Weiterentwicklung des
Soccer 2-2), Vortrag auf dem wissenschaftlichen Symposium der Weltmeisterschaft,
das Programm des Symposiums ist zu finden unter: http://www.dis.uniroma1.it/~rc08/index.php?option=com_content&task=view&id=15&Itemid=36
Der Titel des Vortrags unserer Schülergruppe: Introducing Image Processing
to RoboCup Junior Der Vortrag wurde am Freitag, den 18. Juli im der Session F3
gehalten und wurde in den Proceedings der Konferenz veröffentlicht.
Matheolympiade: * Austragung
des Landeswettbewerbs 2007 in der CJD-Christophorusschule
* Aktuelle Ergebnisse des Kreiswettbewerbs ( Rhein-Sieg-Kreis) 2008: 9
Preisträger und 4 Einladungen zum Landeswettbewerb 1. Preis: Jonathan
Vogl (5e) - Landeswettbewerb 1. Preis: Henning Diekow (7e) - Landeswettbewerb
1. Preis: Lisa Hartung (13e) - Landeswettbewerb 2. Preis: David Klant (6f)
2. Preis: Carolin Kaffiné (7e) - Landeswettbewerb 2. Preis: Ioanna
Dafni Gemünd (8f) 2. Preis: Christoph Watzka (10e) 3. Preis: Tobias
Willms (6e) 3. Preis: Lucas Viesel (8e) Anerkennung: Heinrich Hafke
(6e) und Jan Schultes (11e) o Informationen
zum Landeswettbewerb 2009 in Bad Oeynhausen Alympiade Allgemeines
und Ergebnisse Aufsätze zur
Hochbegabtenförderung |