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Zwei Hände, drei Bälle
und 250 begeisterte Jugendliche
Drei Bälle, aber nur zwei Hände. Für manche ist das ein
Problem, allerdings nicht für die zirkusbegeisterten Jugendlichen
der 22. Zirkusnacht. Wie jedes halbe Jahr probten und feierten 250 Jugendliche
am vergangenen Wochenende eine ganze Nacht lang in der Aula der CJD Christophorusschule
Königswinter. Die Jugendlichen kamen aus der ganzen Region: Godesberg,
Bonn, Waldbröl, Dormagen, Leverkusen... Das Besondere an der Zirkusnacht
ist, dass hier junge Menschen aus allen Schulformen zusammenkommen. Es
waren Hochschulstudenten, Hauptschüler, Gymnasiasten oder sogar Zirkusschulen
bunt gemischt. So hat die Zirkusnacht auch einen pädagogischen
Nutzen für die Schüler, erklärte Christian Hidding.
Ich glaube ich bin hier der mit den meisten Zirkusnächten,
denn er ist seit elf Jahren dabei, also von Anfang an. Der ehemalige CJD
Schüler bekommt nicht genug von diesem schon längst traditionellen
Zusammentreffen der Akrobaten, Jongleure und Einradfahrer. So geht es
wohl vielen Teilnehmern, wie das Motto der Nacht zeigt: Zehn Jahre
und immer noch nicht genug. Für dieses einzigartige Spektakel
bedarf es aber auch guter Organisation: Ursula Fehse hat die Workshopleitung
übernommen, Ingo Scharnbacher die Zirkusspiele und Frank Taufenbach
kümmerte sich um alle weiteren Angelegenheiten. Der Lehrer des CJD
ist ebenfalls Leiter der Zirkus AG und kümmert sich gerne um die
jungen Zirkusliebhaber: Ich hole heute alles, schließe Türen
auf und helfe da, wo Hilfe benötigt wird. Aber das macht mir nichts
aus, ab und zu habe ich auch die Möglichkeit selber etwas zu üben.
Unterstützung erhält Frank Taufenbach vom Hausmeister des CJD,
Emilio Chiaromonte, und seiner Frau. Das Ehepaar kümmert nämlich
immer um die Fütterung der Raubtiere, für diese
Mühe sind die hungrigen Jugendlichen sehr dankbar. Ab und zu erhält
Frank Taufenbach auch Unterstützung von langjährigen Mitgliedern
der Zirkus AG, wie Valentin Senft. Er kann schon nicht mehr genau sagen,
wie oft er auf einer Zirkusnacht dabei war. Es ist aber immer cool,
auf die Musik zu jonglieren. Kleine bringen Großen was bei und Große
den Kleinen. Man kann hier sowieso jeden alles fragen, sagte Valentin
während er gerade trainierte ,mit sechs Bällen zu jonglieren.
Sein Lieblingsprogrammpunkt ist der letze des Abends, die Zirkusspiele.
Valentins Lieblingsdisziplin nennt sich Volleyclubtunier: Dabei wird Volleyball
gespielt, aber nicht mit einem Ball. Die Jugendlichen sind eben in dieser
Nacht etwas anders als sonst und nehmen lieber Keulen als Bälle.
Dadurch das bei der Zirkusnacht eben immer alles etwas anders ist, herrschte
eine besondere Atmosphäre. Es lag ein gewisser Zauber in der Luft,
der die Jugendlichen anspornte weiter zu Trainieren, anderen etwas beizubringen
und über ihre Grenzen hinaus zu wachsen. Das bunte Programm lässt
keine Langweile zu. Um 16 Uhr ging es mit der Anreise los. Seitdem war
das gesamte Schulgelände mit den zirkusbegeisterten Schülern
überfüllt. Jede Ecke wurde für neue Übungen genutzt,
ob nun Einradfahren oder Klettern am Hängetuch. Nach der gemeinsamen
Begrüßung gingen alle zu ihrem ersten Workshop begeben. Dabei
haben sie die Möglichkeit von anderen Schülern oder erfahrenen
Zirkusnachtteilnehmern etwas zu lernen. Schließlich gilt bei dieser
Aktion immer: Von Schülern für Schüler. So hilft jeder
jedem. Das ist auch das, was Laura Mölbert so gut gefällt: Man
lernt immer weiter dazu und was noch besser ist, dass man auch jedes mal
neue nette Leute kennen lernt. Die Akrobatin besucht die elfte Klasse
des Sankt-Adelheid-Gymnasiums. Wie Valentin favorisierte sie die Zirkusspiele
im Programm. Dennoch war auch der Feuerspukwettbewerb oder die Open-Stage
sehr beliebt. Bei der Open Stage zeigen die Jugendlichen gerne,
was sie gelernt haben. Manche Nummern sind auch erst heute Nacht enstanden,
sagte Christian Hidding. Er wird wohl auch im Herbst wieder dabei sein,
bei der nächsten Zirkusnacht.
Cosima
Gill 13c, 25.
April 2008
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