„Manchmal finde ich es schade, Schluss zu machen", sagte
Weihbischof Norbert Trelle am Ende seines Besuchs in der Königswinterer
Jugenddorf-Christophorusschule (CJD) Königswinter. Der Bischof, der
zurzeit für seine Visitation im Siebengebirge weilt, sprach mit Schülern
und Lehrern.
Schulleiter Hans-Joachim Gardyan stellte dem Weihbischof das pädagogische
Konzept der Schule vor. Danach erläuterten Lena Marcy und Dirk Hombach
(10b) Trelle im „Raum der Stille" die Funktion der Streitschlichtergruppe.
Das Wort „Streit" habe einen negativen Klang, so Trelle. Streit könne
aber durchaus wichtig sein zwischen den Menschen. Das Konzept des „Raums
der Stille" - eine ehemalige Abstellkammer und Toilette - hielt Trelle
für nachahmenswert: „Das sollten alle Pädagogen mal durchdeklinieren,
ob ein solcher Raum nicht notwendig ist." Felix Schaaf aus der
8d
stellte die drei geistlichen Säulen der Schule vor: Gottesdienste, rellgrönspädagogische
Tage und Diskussionsrunden.
Ein Treffen mit den Ortsbürgermeistern der Verbandsgemeinde Unkel stand
einige Tage später auf dem Programm des Weihbischofs. Friedemann Schwarzmeier,
Verbandsgemeinden-Bürgermeister, begrüßte Trelle, Dechant Franz Lurz und
Gemeindepfarrer Andreas Arend. Thema war die gute Zusammenarbeit zwischen
Kirche und Gemeinde. „Ich bin froh, dass es auch selbstverständlich ist,
solche Besuche zu machen", so Trelle. „Die Kirche genießt zurzeit kein
sehr hohes Ansehen", erläuterte der Bischof, „aber noch schlechter sind
die Politiker dran." Es sei wichtig, sich gegenseitig die „Wertschätzung
als Christen zum Einsatz zu bringen." (abl)