Verabschiedung von Gerhard Kube und Eva-Maria Gardyan

 


Eine neue Herausforderung für Gerhard Kube

In Windeseile hatte sich die Nachricht im Lehrerzimmer verbreitet: „Hast du schon gehört? Gerd Kube geht.“ Fast ebenso schnell kam dann auch der Tag des endgültigen Abschieds und in die sonst so gelöste Stimmung am letzten Schultag vor den Sommerferien mischte sich eine Portion Wehmut. Immerhin gehört Gerd Kube zu den „Urgesteinen“, den Gründervätern der CJD Jugenddorf-Christophorusschule Königswinter, die seinerzeit aus Braunschweig kamen und mit viel Elan und Aufbruchstimmung in eine auch mit Unwägbarkeiten behaftete Zukunft gingen.

Sowohl in den ersten Jahren als Koordinator für Religionspädagogik als auch in seiner Zeit als Leiter der Sekundarstufe I des Gymnasiums hat Gerd Kube in vielen Bereichen immer wieder seine Führungsqualitäten bewiesen. Es gelang ihm immer wieder, die Kollegen dazu zu bewegen, sich neuen Herausforderungen zu stellen.

Seine Schüler hatten größtes Vertrauen zu ihm, nicht nur, weil er sie zu Leistung anspornte, sondern weil er ihre Fähigkeiten zu wecken wusste und jeden Einzelnen wertschätzte.

Er war aber auch – wie Herr Gardyan es aus der Warte des Schulleiters heraus formulierte – „... der Querdenker in der Schulleitung.“ Das sogenannte Altbewährte zu hinterfragen und neue – wenn auch zunächst unbequeme – Wege zu gehen, ist eine der herausragenden Eigenschaften, mit denen Gerd Kube unsere Schule geprägt hat.

Wir alle, Schüler, Eltern und Kollegen haben bei Gerd Kube immer ein offenes Ohr für alle unsere Belange gefunden. Dass er zuhören kann, wird ihm mit Sicherheit bei der Bewältigung seiner neuen Aufgabe, der Leitung der „Talenta“ in Geseke, eine große Hilfe sein.

Christine Bewerunge


Zum ersten Mal......
oder: eine Schule im Aufbau

Wir sind eine Schule im Aufbau!

Wer kennt diese Feststellung nicht - schon fast ein geflügeltes Wort unter KollegInnen, wenn etwas nicht auf Anhieb gelingt, eine Neuerung eingeführt wird oder eben etwas zum ersten Mal vollzogen wird. Nach zwölf Jahren immer noch im Aufbau? In der Tat, das hatten wir noch nicht:
Zum Schuljahresende verabschiedeten wir erstmalig eine Kollegin in den Ruhestand. In einer kleinen Feier im Kellertheater überreichte Herr Gardyan seiner Frau und unserer Kollegin Eva-Maria Gardyan die Entlassungsurkunde aus dem aktiven Schuldienst. Seit dem Schuljahr 1993/94 unterrichtete Frau Gardyan die Fächer Deutsch und Geschichte in beiden Schulformen. Beladen mit mindestens zwei schweren Leinenbeuteln, gefüllt mit Diktat- oder Aufsatzheften, kennen wir sie als hilfsbereite und engagierte Mitstreiterin. Konsequent, aber mit viel Herz begegnete sie ihren SchülerInnen – ob als Klassenlehrerin, als Begleiterin auf Klassenfahrten, beim regelmäßigen Projekt „Schüler machen Zeitung“ oder im Förderunterricht – eine Vollblutpädagogin eben. Für ihre Arbeit gebührt ihr unser aller Dank, verbunden mit den besten Wünschen für eine erfüllte Zeit in Gesundheit und mit Gottes Segen.

Gisela Faßbender

 

 

Fotos: Tobias Mayer