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Wer sich am 3. und 4. April 2003 in die Aula des CJD Königswinter
begab und erwartete nun eine typische Shakespeare-Aufführung mit
alten Gewändern und hochgestochener Sprache zu sehen, der hatte sich
wohl getäuscht. Auf gutes Schultheater konnte man sich aber dennoch
freuen:
Wir, der Literaturkurs der Stufe
12, präsentierten eine sehr persönliche Interpretation von
Shakespeares Sommernachtstraum: Der Text aus dem Original
wurde nicht übernommen, sondern wir Schüler durften weitgehend
improvisieren. Außerdem entschieden wir selbst, welche Kostüme
wir tragen durften. Das Ergebnis war ein sehr buntes Theaterstück,
das sicherlich von der - durch die Improvisation entstandene Lebhaftigkeit
der Dialoge profitierte. Das Stück sorgte außerdem für
einige Lacher im Publikum und hatte wohl eher den Charakter einer Komödie
als eines Dramas. Alles in allem fand das Stück großen Anklang
und Schauspieler wie Publikum waren zufrieden.
Dass die Aufführung doch noch so gut gelungen ist,
grenzte allerdings an ein Wunder: Die Proben fanden zwischen Facharbeitabgabe
und Osterferien und die Aufführungen mitten in der Klausurphase statt.
Als sich zwei Wochen vor der Premiere herausstellte, dass Frau Costa nicht
die Möglichkeit haben würde, mit uns die Generalproben durchzuführen,
war das Entsetzen bei uns Schülern groß. Wie sollten wir das
Stück aufführen ohne einen leitenden Lehrer zu haben, der unseren
Sommernachtstraum kannte? In letzter Minute fanden sich zum Glück
Frau Schneider und Frau Foppen, die sich bereit erklärten mit uns
zu proben. Ab dem Zeitpunkt veränderte sich unsere Motivation entscheidend
und alle versuchten, ihr Bestes zu geben. Schließlich hatten wir
für Monate an dem Stück gearbeitet und wollten nun endlich auf
der Bühne unser Können zeigen. Außerdem wollten wir Frau
Costa alle Ehre machen und ihr beweisen, was wir in unseren monatelangen
Proben gelernt hatten. Wir hoffen, dass allen Zuschauern die Aufführung
soviel Spaß gemacht hat wie uns und bedanken uns noch einmal ganz
herzlich bei Frau Costa, Frau Schneider und Frau Foppen. Ohne ihre Hilfe,
wäre es uns nicht möglich gewesen, das Stück in dieser
Form auf die Bühne zu bringen.
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Über
Begehren, Leidenschaft und Verliebtsein
Der Literaturgrundkurs des CJD führt eine gekürzte Fassung von
William Shakespeares Sommernachtstraum" auf. Kostüme,
Bühnenbild und Maske wurden selbstständig entwickelt
Um Leidenschaft, Begehren und Verliebtsein geht es in einer Art
Sommernachtstraum": Der Literaturgrundkurs der Jahrgangsstufe 12
der Jugenddorf-Christophorusschule hat eine Adaption von Shakespeares
Sommernachtstraum" auf die Bühne gebracht. Die Schüler
hatten das Stück mit ihrer Lehrerin Beatrice Costa auf wenige Passagen
reduziert. Sie griffen zwei Kernszenen heraus; zum einen die Probe der
Theateraufführung der Handwerker zu Ehren der Hochzeit des
Herzogs", zum anderen die Verwandlungsszene im Wald".
Die Hauptdarsteller Mareike G. als Elfenkönigin Titania, Sebastian
Höwekamp als Oberen, Asima Amriko und Teresa Senft als doppelte Besetzung
des Puck sowie die 26 Schüler, die die Handwerker und Liebenden aus
Athen darstellten, haben seit September 2002 wöchentlich drei Stunden
an der Aufführung gearbeitet. Sie entwickelten auch Kostüme,
Bühnenbild und Maske. Zwei Wochen vor der Aufführung fiel Kursleiterin
Béatrice Costa aus und Deutsch- und Philosophielehrerin Ruth Schneider
übernahm ihren Part. Unterstützt wurde die Inszenierung von
Valerie Foppen, Englischlehrerin
des Realschulzweiges. Langer begeisterter Applaus des Publikums belohnte
die Leistungen.
© hcor www.general-anzeiger-bonn.de
(7. April 2003)
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