Romeo und Julia

Aufführung der AG "Theater, Musik und Tanz" am Mittwoch, 26. Juni 2002
Julia (Chor im Hintergrund)
Am Anfang hatten wir uns nicht viel dabei gedacht, als wir die AG „Theater, Musik und Tanz“ wählten.
Doch dann stellte sich heraus, dass unsere AG-Leiter Großes mit uns vorhatten:
Sie wollten mit uns Shakespeares „Romeo und Julia“ aufführen! Wir hätten nie gedacht,
dass wir sofort ein zweistündiges Theaterstück vorspielen müssen.

 

 

Oh lass mich diesen ganzen Text behalten!!
Doch als die Rollenverteilung endlich beendet war und es fleißig ans Textlernen und Proben ging, wurde und bewusst, wie viel Arbeit da auf uns zukam.

 

Im Laufe der Zeit studierten wir auch noch gemeinsame Tänze ein und einige lernten sogar ein bisschen zu fechten.

Heute morgen waren wir noch gute Freunde,
aber das ist jetzt vorbei...

Besonders viel Spaß hatten wir auch bei den Kussszenen zwischen Romeo und Julia (beide wurden von Mädchen gespielt),
in denen oft lustige Missgeschicke passierten. So war Romeo in einer der letzten Proben krank und deshalb sprang ein
Junge aus dem zum Stück gehörenden Ensemble, das im zweiten Halbjahr öfter mit uns probte, ein und machte aus
dem gespielten Kuss einen echten! Aber es gab auch Proben in denen es nicht immer so lustig war, da es oft
Probleme wegen des schwer zu verstehenden Textes gab, den man schlecht wiedergeben konnte.
Letztendlich kürzten wir dann einige Szenen und veranschaulichten sie mit Tänzen.


Schließlich war es dann so weit: Nach fast einem Jahr intensiven Probens stand der Tag der Aufführung endlich vor der Tür! Wir trafen uns an diesem Tag schon vor Schulschluss um noch einmal das ganze Stück durchzuspielen und eventuelle Probleme zu besprechen. Und die gab es dann auch. So lernten wir erst am Ende der Generalprobe einen schwierigen Tanz und viele hatten sehr großes Lampenfieber. Doch das größte Problem kam noch, denn Julia war kurz vor der Aufführung so heiser, dass sie kein Wort mehr herausbringen konnte. Sogar dieses Problem hatte sich gelöst und so konnte die Aufführung nach einer vierstündigen Generalprobe endlich beginnen.

Bevor der Vorhang aufging und das Publikum schon gespannt auf den Anfang des Stückes wartete, gab es hinter der Bühne noch ein reges Treiben: Kostüme wurden schnell angezogen, Schminke wurde aufgetragen und alle waren sehr aufgeregt. Zum Glück legte sich die Aufregung im Laufe des Stückes und wir konnten das Gelernte mit Hilfe des Ensembles gut präsentieren.

Frauke Diekamp & Odilia Köpke, 10d


· Handlung


Zwei angesehene Familien in Verona, die Montagues und die Capulets, leben seit langem in Feindschaft, die sich bis auf die beiderseitigen Dienerschaften erstreckt. Wo sie einander begegnen, kommt es zum Streit; so auch zu Beginn des Stückes. Nach einem Wortgefecht der Diener, das sich schnell zum Degenkampf zwischen Tybalt und Benvolio, kommt es sogar zu einem Degenkampf zwischen dem alten Capulet und dem alten Montague. Erst als der Prinz Escalus erscheint, beruhigen sich die Gemüter. Der Prinz verhängt die strengsten Strafen über den, der den Frieden erneut bricht.


Nun erfährt man näheres über Romeo (Sohn der Montagues). Er meidet das Elternhaus und ist sehr unglücklich. Benvolio ermittelt, dass es die unerfüllte Liebe zu der schönen Rosalinde ist, die ihn quält. Romeos Freunde versuchen vergeblich, ihn auf andere Gedanken zu bringen, schaffen es aber, ihn zum Fest der Capulets zu bringen, wo er Vergleiche zwischen seiner Angebeteten und den schönsten Frauen Veronas anstellen könnte. Nur widerwillig lässt sich Romeo darauf ein. Unter Masken betreten sie das Haus, werden aber von Tybalt erkannt. Der alte Capulet will aber keinen Streit auf seinem Fest und verhindert ein Duell. Dieses Fest wird aber zum Schicksal für Romeo.

Er sieht Julia (Tochter der Capulets) und ist auf dem ersten Blick so verliebt in sie wie sie in ihn. Schnell vergisst Romeo Rosalinde und auch Julia weiß, dass sie Romeo angehören will und nicht Graf Paris, den ihr die Eltern zum Gemahl zugedacht haben. Doch die beiden sind sich Anfang an bewusst, in welcher Lage sie sich befinden. Die Liebe ist es, die Romeo gleich nach dem Fest in den Garten der Capulets führt, wo er seine Angebetete findet.

Kurze Zeit später lassen sie sich von Pater Lorenzo, einem stillen Franziskaner, trauen. Dieser findet das zwar etwas schnell, glaubt aber, damit den Streit zwischen den Häusern Montagues und Capulet beendet zu können.

Ein Italiener (Mercutio) mit kölschem Dialekt geht zu Boden

Es kommt aber bald wieder zum Streit und dabei tötet Tybalt Mercutio. Daraufhin tötet Romeo Tybalt. Der erzürnte Prinz verbannt Romeo aus Verona und nur die Hochzeitsnacht darf Romeo bei seiner Geliebten verbringen. Dabei klettert er über eine Strickleiter in den Palast der Capulets.



Dann muss Romeo nach Mantura fliehen und Julias Vater verlangt schnelle Heirat mit dem reichen Grafen Paris. Julia ist verzweifelt und fragt Pater Lorenzo nach Rat. Dieser gibt ihr einen Schlaftrunk, der sie in einen todesähnlichen Schlaf versetzt. Am nächsten Morgen finden sie Julias Eltern und bahren sie in der Gruft der Capulets auf. Hier soll sie nach dem Plan des Paters beim Erwachen mit Romeo zusammentreffen und mit ihm fliehen. Doch das Schicksal will es anders. Romeo erhält den Brief von Pater Lorenzo nicht sondern nur die Todesnachricht. Er kauft sich Gift und bricht nach Verona auf. Hier trifft er, noch ehe Julia erwacht ist, mit Paris zusammen, den er im Zweikampf tötet. An der Seite der scheintoten Julia nimmt er sich dann selbst das Leben. Zu spät erwacht Julia und nimmt sich selbst das Leben.

Julia ist tot

Die herbeieilenden Eltern und der Prinz erfahren von Pater Lorenzo den wahren Zusammenhang der tragischen Verkettungen.
Versöhnt reichen sich die Väter über den Leichen der Kinder die Hände.


· Personen

Montague

Capulet

Andere

Romeo, Montagues Sohn

Julia, Capulets Tochter

Escalus, Prinz von Verona

Benvolio, Montagues Neffe, Romeos Freund

Tybalt, Neffe der Gräfin Capulets

Graf Paris, Verwandter der Prinzen

Mercutio,Verwandter des Prinzen, Romeos Freund

 

Pater Lorenzo

· Spieldauer: ca. 140 Minuten


· Mitwirkende

Romeo: Nikola Walter
Julia: Mona Wiedner
Pater Lorenzo: Bianca Busch
Tybalt: Odilia Köpke
Mercutio: Lisa Körver
Benvolio: Fé Aengenvoort
Lady Montague: Hannah Esser
Lady Capulet: Frauke Diekamp
Amme: Laura Neumann
Graf Paris: Ina Walter
Apothekerin: Sina Zimmermann
Prinz Escalus: Anna Kaminski
Diener: Lara Heinemann
Peter: Helen Winter
Musiker 1: Anna Katharina Schoroth
Musiker 2: Sina Zimmermann

 


·Chor: Jana W., Nadine Saager, Anna Kaminski, Lara Heinemann, Helen Winter, Sina Zimmermann



· Vokalensemble:
Sanna Viola Brix 12D
Christian Daniels 9E
Sophie Müller-Moewes 10D
Judith Winterhager 10D
Nadja Al-Awad 10D
Mirjana Leh 10D
Corinna Rings 10D
Vyan Sido

· Erstaufführung: etwa 1593 in London



· weitere Tragödien von William Shakespeare :
Julius Cäsar / Hamlet, Prinz von Dänemark /
Othello, der Mohr von Venedig /
Macbeth /
König Lear / Antonius und Cleopatra /
Coriolanus

 

· William Shakespeare

  • geboren 23. April 1564 in Stratford

  • gestorben 23. April 1616 in Stratford

  • Shakespeare-Werke

Sabine Zimmermann


AG-Leitung: Irena Natschkowskaja (Regie) und Dr. Lisitsian (Gesang)
Fotos: Tobias Mayer