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Theaterspielen das war der Vorschlag von unserem Deutschlehrer
Herr Kube für ein Projekt im neuen Schuljahr und zwar das
Drama Frank V von Friedrich Dürrenmatt. Die Meinungen
darüber waren erst geteilt, doch als es zur Abstimmung kam, wurde
mehrheitlich beschlossen, dass das bestimmt viel Spaß machen werde.
Also wurden die Bücher bestellt, gelesen und jeder suchte sich seine
Lieblingsrolle aus, die er dann (meistens zumindest) auch spielen durfte.
Natürlich konnte nicht jeder mitspielen, aber das war kein Problem,
denn zu einer Theateraufführung gehören ja schließlich
nicht nur die Schauspieler - das Bühnenbild und die Technik sind
genauso wichtig. Also bildete sich auch eine Gruppe, die für das
gesamte Bühnenbild zuständig war und eine andere, die für
die Technik verantwortlich war. Doch so schnell kamen wir dann doch nicht
zum Spielen. Zuerst mussten wir erst mal lernen, was ein Drama überhaupt
ist und dann beschäftigten wir uns einige Zeit intensiv mit unserem
Stück. Dann war es endlich so weit: Die eine Gruppe entwickelte das
Konzept für das Bühnenbild, die andere das für die Technik,
die Schauspieler lernten ihren Text und kurz vor den Herbstferien war
die erste Probe. Wir waren erstaunt darüber, wie viele Schauspieltalente
wir in der Klasse haben. Wir probten ziemlich viel in den Deutschstunden,
allerdings immer nur einzelne Szenen und natürlich ohne Kostüm
und Bühnenbild. Doch wir hatten auch zwei Projekttage, an denen wir
dann mit allem drum und dran den ganzen Tag nur gespielt haben. Als die
Aufführung dann immer näher rückte, spielten wir die letzten
drei Montage vor der Premiere immer nach der fünften Stunde bis in
den Nachmittag hinein (Vielen Dank Herr Mayer, für die vielen Physikstunden,
die sie dafür geopfert haben!). Das war auch bitter nötig, denn
so toll das Bühnenbild auch war, der Umbau zwischen den Szenen verlief
immer viel zu chaotisch und auch bei der Technik haperte es gewaltig,
ebenso bei manchen Leuten am Text...
Ein paar Wochen vor der Aufführung kam dann auch noch der Vorschlag,
dass wir doch besser im Kellertheater spielen sollen, obwohl wir die ganze
Zeit in der Aula geprobt hatten. Alle hatten große Vorbehalte gegenüber
dem Kellertheater, denn schließlich war das Bühnenbild für
die Aula konstruiert worden und das Kellertheater sei doch viel zu klein,
aber nach der ersten Probe dort waren alle einstimmig der Meinung, dass
man dort viel besser spielen könne.
Die Proben verliefen immer sehr locker und lustig, jeder hatte seine Lieblingsszenen,
die er besonders gern spielte und die besonders viel Spaß machten
und alle fieberten der Aufführung entgegen. Doch als diese dann endlich
vor der Tür stand, waren wir uns unserer Sache gar nicht mehr so
sicher. Klappt das wirklich? Kriegen wir das mit dem Umbauen vernünftig
hin? Funktioniert die Technik einwandfrei? Und vor allem: Was ist, wenn
man seinen Text vergisst oder wenn eins unserer Problemkinder ihn immer
noch nicht richtig kann? Außerdem wussten wir nicht, wie wir uns
zweieinhalb Stunden hinter der Bühne ruhig verhalten sollten.
Dann war es soweit! Am 28.01.2004 um 18.30 Uhr sollte die Premiere stattfinden.
Jeder hatte seine Eltern, Freunde oder Verwandten eingeladen und sogar
in der Zeitung wurde für unser Stück geworben.
Kurz vor Beginn der Aufführung waren wir alle total aufgeregt, doch
als es dann endlich losging, klappte alles wie am Schnürchen. Keiner
patzte und alles war perfekt; so gut hatten wir es vorher noch nie hingekriegt!
Die ganze Arbeit und der ganze Stress hatten sich gelohnt. Wir waren total
glücklich und die Zuschauer begeistert...
Frauke
Diekamp, 10d
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Inhalt:
Frank V. ist in der fünften Generation Besitzer und Direktor einer
Privatbank, die sich schon in den ersten Szenen als reinstes Verbrechersyndikat
entpuppt. Neue Mitarbeiter werden nur bei genügender krimineller
Energie eingestellt, alle lügen und betrügen, was das Zeug hält,
und auch vor Mord schreckt man nicht zurück, wenn es zum Nutzen der
Bank ist. Allerdings sind auch für diese ehrenwerten Damen und Herren
die goldenen Zeiten vorbei. Frank beneidet seine Vorgänger um ihre
Skrupellosigkeit und Härte, statt der früheren Saufgelage gibt
es Birchermüsli und Kräutertee für die angeschlagene Gesundheit,
und einer träumt sogar von einem beschaulichen Lebensabend im Kittchen.
Also beschließt man nach dem vorgetäuschten Tod Franks und
seiner Frau die Bank zu liquidieren und fortan anständig zu leben.
Doch es kommt ganz anders...
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