Der Besuch der alten Dame

     
 
Wir, die Klasse 7e, kamen drei Jahre lang in den Genuss, Herrn Kube als Deutschlehrer zu haben. In dieser Zeit machten wir viele Projekte und unser letztes sollte ein Theaterstück sein. Es handelte sich um Friedrich Dürrenmatts „Der Besuch der alten Dame“. Gleich nach den Osterferien begannen wir, nach dem Verteilen der Rollen und dem Lernen des Textes, mit den Proben. Es gab kaum Textschwächen, doch nicht nur der Text allein macht das Theater. Wir mussten lernen zu spielen, so, dass auch Charaktere wie zum Beispiel ein Betrunkener gut und möglichst professionell wirkten. Nach langer Arbeit und häufigen Proben bis in den Abend hinein war es fast geschafft. Doch nun musste sich um das Bühnenbild und die Kostümierung gekümmert werden. Dabei war uns Herr Breitenstein behilflich. Wir malten ein klassisches Städtchen mit einem Bahnhof und kleinen Häusern.
Da wird gestaunt. Ein Zug hält in...





Auch für den Wald und die Scheune voller Stroh wurde gesorgt. Langsam ging das Projekt dem Ende entgegen und die Generalprobe rückte immer näher. Als es dann soweit war, waren wir alle ein Bisschen aufgeregt, denn genauso würde alles bei der Premiere einen Tag später ablaufen. Doch es lief alles, wie geplant, gut über die Bühne.Wir hofften alle, dass die Premiere genauso, wenn nicht sogar noch besser werden würde.

Langsam stieg die Spannung und vor allem die Nervosität. Als wir uns am Abend der Aufführung alle in der Aula versammelten, versicherte uns Herr Kube noch einmal, dass wir alles super drauf hätten und uns keine Sorgen darüber machen müssten, dass wir Teile unserer Texte vergessen, das würde selbst den Besten einmal passieren. Das beruhigte uns ein wenig, doch die Nervosität kehrte spätestens zurück, als die ersten Gäste und sogar ein paar Leute von der Presse den Zuschauerraum füllten. Dann war es endlich soweit: Der Vorhang ging auf und wir spielten besser als in all unseren Proben davor. Kein einziger vergaß seinen Text....

Souffleusen wurden nicht gebraucht

 
     
...und bis auf ein oder zwei kleine Pannen, die das Stück sogar noch ein bisschen auflockerten, war es perfekt. Als sich der Vorhang dann nach zwei Stunden wieder schloss, fielen wir uns alle gegenseitig um den Hals. Es war eine rundum gelungene Vorstellung.
     

Die vollständige Besetzung

Weitere Fotos von Generalprobe und Aufführung:
     

Fotos: Paul Eßer und Tobias Mayer