Telekom-Wettbewerb

Familie auf Weltraumspaziergang ziert das neue Telefonbuch : Kinder verbinden die Zukunft mit Technik

Kinder in Bonn und Umgebung haben keine Angst vor der Zukunft. Diese Schlussfolgerung könnte man aus dem Ergebnissen des Malwettbewerbes der Telekom für die Titelseite des neuen Telefonbuchs ziehen. In diesem Jahr hies das Thema „Hello tomorrow“, auf gut Deutsch „Hallo morgen“. Kinder und Jugendliche bis 21 Jahre waren eingeladen, ihre Zukunftsvisionen zu Papier zu bringen. Fast 300 Bilder wurden eingesandt, und die Schöpfer der 50 besten Werke lud die Telekom zur Preisverleihung vorige Woche nach Bad Godesberg ins Kinopolis ein. Fast alle Bilder vermitteln ein positives Bild von der Zukunft. Die Kinder assoziierten sie vor allem mit technischem Fortschrittn und dabei oft – mit Telekomunikation. Auf mehreren Bildern ist das Weltall zu sehen, ganze Planeten sind da miteinander verkabelt. Auch die Siegerin, die 15-jährige Rebeca Bailon-Meli, malte ein Weltraumbild.

Dieses Motiv werden die Bonner auf ihrem nächsten Telefonbuch finden. Es zeigt eine ganze Familie im Raumanzug, frei schwebend vor einer Planeten-Kulisse. DerVater guckt auf eine Raumkarte und fragt verwirrt: „Wo ist die nächste Telefonzelle?“ Die Erklärung der Siegerin dazu: Vielleicht müssen die Menschen eines Tages im Weltraum leben, schließlich wird die Erde nach der Erkenntnisder Physiker einmal von der Sonne verbrannt.“ Die Fotocollage der zweiten Siegerin,der 16-jährigen Johanna Stenglein, zeigte modern gekleidete Frauen und alte Kabel. „Das soll die Verbindung von Tradition und Fortschritt darstellen.“, erklärte sie. Den dritten Preis gewann Kosima Köpke (14). Ihr Bild zeigt eine Unterwasserstadt. Alle drei Sieger stammen von derselben Schule: Der Christophorusschule in Königswinter. Dort bearbeiteten viele Klassen das Telekom-Thema im Unterricht. Zusätzlich gab es dieses Jahr zwei Sonderpreise. Einen stiftete die T-Mobil für das Bild von Elisabeth Schwill (11) aus Sankt Augustin. Es zeigt eine Recyclingmaschine, die aus alten Autos Handys fabriziert. Einen weiteren Sonderpreis erhielt eine Klasse der Rheinischen Schule für Körperbehinderte in Sankt Augustin. Die Schüler bastelten einen Hausroboter, der ihnen alles abnehmen soll, wozu sie keine Lust haben: Spülen, Aufräumen und Putzen zum Beispiel, und das wichtigste: die Hausaufgaben für die Schule.

General-Anzeiger Bonn, 10.4.2000