Vortrag in spanischer Sprache
Am 18. Februar 2002 fand in der
Bibliothek der Christophorusschule Königswinter eine Veranstaltung
statt, die von den Spanischkursen der Oberstufe als interessante Bereicherung
zum thematischen Schwerpunkt des Unterrichts wahrgenommen wurde.
Zwei Spanierinnen und ein Spanier
unterschiedlichen Alters berichteten von ihren Erlebnissen und Erfahrungen
in Deutschland, nachdem sie ihre Heimat aus verschiedenen Gründen
verlassen hatten. Die jüngste Spanierin Teresa Parisi - war
im Alter von gerade einmal einem Jahr mit ihren Eltern nach Deutschland
gekommen.
Die Schülerinnen und Schüler
des CJD hatten sich intensiv mit Texten und Statistiken zu diesem Thema
auf den Besuch vorbereitet. So war bekannt, dass die meisten Spanierinnen
und Spanier nach der 1959 vollzogenen, außenpolitischen Öffnung
Spaniens und der daraufhin folgenden, deutschen Anwerbung, als Gastarbeiter
nach Deutschland kamen. Es war auch bekannt, dass der 1986 vollzogene
Beitritt Spaniens zur EG die Einreisemöglichkeiten von Spanierinnen
und Spaniern sehr erleichterte.
Die Schülerinnen und Schüler
waren beeindruckt von den Einzelschicksalen, die an diesem Nachmittag
in der Bibliothek berichtet wurden. Besonders interessant war die Lebensgeschichte
von José Sanchez, der als junger Chemiker vor dem Franco-Regime in Spanien
floh und - nach eigener Aussage - vor allem die Meinungsfreiheit in Deutschland
schätzte.
Die spanischen Gäste erzählten
eindrucksvoll aus ihrem breiten Repertoire an gesammelten Begegnungen,
aber auch von emotionaler und familiärer Verbundenheit zu ihrem Heimatland.
Auf die Frage, ob sie sich eher
als Spanier/innnen oder Deutsche fühlten, erklärten sie die
Problematik, die eine eindeutige Beantwortung dieser Frage mit sich bringen
würde.
Die Schülerinnen und Schüler
hatten bei dieser Veranstaltung Gelegenheit, ihre im Unterricht oft nur
theoretisch beantworteten Fragen direkt an die Betroffenen zu richten
und somit ein authentisches Bild der Situation zu bekommen.
Karin
Kolbe, 13a
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