Beim Sommerfest gewährte das CJD wieder Einblicke
ins Schulleben
Bei hochsommerlichen Temperaturen und strahlend blauem Himmel gab das
CJD beim Sommerfest wieder Einblicke in das Schulleben. Vorträge
halten wie Einstein, erfahren, wer Don Bosco war und eine Führung
durch die Ausstellung über die caritativen Projekte der Christophorusschule
in der Dritten Welt, speziell in Indien und im Sudan lauschen, zwischendurch
zur Erfrischung einen antialkoholischen Cocktail schlürfen oder sich
dem Wettbewerb stellen: Wer spuckt den Kirschkern am weitesten? oder sein
kreatives Geschick in der Töpferwerkstatt testen. Auf dem Programm
standen sage und schreibe 90 Präsentationen oder Mitmachaktionen,
die weder bei Groß noch Klein Langeweile aufkommen ließen.
Der Förderverein sorgte an allen Ecken für das leibliche Wohl
der Besucher.
Auf dem Schulhof reichten in Kimonos gekleidete Oberstufenschülerinnen
Sushi-Häppchen, die im ersten Stock des A-Gebäudes unter professioneller
Anleitung auf unterschiedlichste Weise, je nach Geschmack, mit Fisch oder
vegetarisch zubereitet werden konnten. Bei Japanischlehrerin
Heike Trumpa lernen die Oberstufenschüler aber nicht nur die Sushi-Zubereitung,
sondern auch japanische Kultur und die Sprache. Anna Hennig, frisch gebackene
Abiturientin, hat in diesem Sommer ihr Zentralabitur in Japanisch mit
der Note zwei plus abgeschlossen. Für das kommende Schuljahr gibt
es bereits 29 Anmeldungen für Japanisch, erzählt die Japanischlehrerin
erfreut.
Am Rande des bunten Treibens hatte Vize-Bürgermeister Sokratis Theodoridis
die Ehre, die Räume für die Mofawerkstatt zu übergeben.
Realschulleiter Andreas Breitenstein, der die Mofa-AG leitet, nahm den
Schlüssel strahlend entgegen. Die Stadt Königswinter hat der
Schule die Räume des alten Kiosks unentgeltlich zur Verfügung
gestellt. Das CJD hat die Räume dann für rund 10.000 Euro renovieren
lassen und mit Werkbänken ausgestattet. Hier dürfen künftig
die Mitglieder der Mofa-AG an Zweirädern werkeln. Die Idee dazu stammt
auch von Rektor Breitenstein: Anstatt am Computer zu sitzen haben wir
früher an unseren Mopeds herumgeschraubt. Ich dachte mir, vielleicht
gelingt es ja, die Schüler einmal in der Woche von ihrem Computern
wegzulocken und dazu zu bewegen, hierher zu kommen und auch mal zu schrauben.
Auf den fünf schuleigenen Mofas bereiten sich die Schüler auf
den Mofaführerschein vor, da gibt es immer etwas zu reparieren.Unterstützt
wird das Werkstattprojekt von sachkundigen Vätern und ehemaligen
Schülern. Breitenstein hofft noch auf einen pensionierten Kfz-Mechaniker,
der Lust hat, mit den Schülern zu arbeiten.
Das Sommerfest mündete nahtlos in das Treffen der Ehemaligen; besonders
stark vertreten war der Abiturjahrgang 2000. Da gab es viel Wiedersehensfreude
unter Lehrern und Schülern und jede Menge zu erzählen. Beeindruckt
zeigten sich die Ehemaligen von den neuen Lernmöglichkeiten, dem
Kreativhaus und dem Selbstlernzentrum sowie von dem umgestalteten Schulhof.
All das gab es zu unserer Zeit noch nicht, was hätte aus uns werden
können!\u201c, scherzten sie unisono. Auf einer Großleinwand
konnte zwischendurch das Spiel der Deutschen Mannschaft gegen Uruguay
um den dritten Platz verfolgt werden. Dann gingen wieder die Fotoalben
herum. Bis spät in die Nacht schwelgte man noch in Erinnerungen aus
der schönen Schulzeit am CJD.
Astrid Karrres
Fotos vom Sommerfest am 10. Juli 2010
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