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Die Welt steht Kopf: Sommerfest im CJD
Die Welt stand Kopf am vergangenen Samstag im DJC, nein, im CJD! Im sprichwörtlichen
Sinne. Alles andersherum. Julius Berzau aus der 8e erläuterte mit
spürbarer Begeisterung die Brillen, die seine Klasse im Physikunterricht
hergestellt hat. Ein einfaches Prinzip, das die Perspektiven vollkommen
verändert: etwas Pappe, etwas Spiegelfolie, alles sorgsam geschnitten
und mit Bedacht geklebt. Mit diesem Hinauswurf aus den gewohnten Sichtweisen
wird selbst das Einschenken von Wasser zu einem besonderen Kunststück,
den eigenen Namen zu schreiben ein nahezu unmögliches Unterfangen.
Das Brillenprojekt war eines von vielen, das die Klassen der
Christophorusschule während ihres traditionellen Sommerfestes vorstellten.
Wie gewohnt bildete die Begrüßung der neuen Fünftklässler
den Auftakt. Das CJD nimmt in diesem Jahr 56 Real- und 109 Gymnasialschüler
auf. Anschließend hatten sie die Gelegenheit, durch das Gelände
zu streifen und sich ein erstes kaleidoskopartiges Bild ihrer schulischen
Zukunft zu machen.
Ziemlich bunt, spannend und abwechslungsreich diese Zukunft, würde
man sie allein an dem Sommerfest messen! Hannah Hildesheim zum Beispiel
präsentierte während ihrer Einsatzzeit die umfangreichen und
sorgsam erstellten Mappen über Hexenverfolgung, ein Projekt der 7e.
Hannahs Schwester Lilly zeigte die Arbeiten, die ihre Klasse zum Thema
Märchen erstellt hat. Kreativität auf allen Ebenen
gab es zu erleben. Kurse in Filzen, Serviettentechnik, Acrylmalerei wurden
angeboten, Kunstwerke zu verschiedenen Themen ausgestellt, die 5f führte
ein selbst geschriebenes Theaterstück auf, Kinder konnten sich schminken
lassen.
Auch der Sport kam nicht zu kurz: Die 5er Klassen absolvierten lustig-soziale
Mannschaftsspiele, die gegen Ende witterungsbedingt abgebrochen werden
mussten; Mitmachaktionen in Korb-Werfen, Beach-Volleyball, Step-Arobic
und Badminton ließen manchen Schweiß fließen. Die Zuschauer
der Zirkus-AG füllten die Aula bis zum letzten Platz und verfolgten
eine Stunde voller Akrobatik, Jonglieren und Balancieren.
Julius Berzau springt zwischen erster und zweiter Etage des Kreativhauses
hin und her. Gleich ein weiterer Einsatz. Er spielt auf dem Flügel
das James-Bond-Thema während des gut besuchten Präsentationskonzerts
der Musikschule. Beifall, Verbeugung, ab nach oben und weitere Brillen
aufsetzen.
Auch die Musik wird groß geschrieben. Während des Vorspiels
der Musikschule traten Klarinettisten, Saxofonisten, Gitarristen, Pianisten,
Querflötisten, Trompeter, Geiger und Cellisten auf. Auf dem Schulhof
heizte die Rock-AG ordentlich ein, und das Orchester Konfetti bot ein
stimmungsvolles Platzkonzert. Höhepunkt aber war, nach Minitus
als Vorband, der Auftritt von der allseits heiß geliebten Formation
Tinitus während des traditionellen Ehemaligentreffs.
Das letzte Konzert der Band unter diesem Namen. Blues, Funk & Soul
das sind die stilistischen Markenzeichen der Gruppe, die Musiklehrer
Jack Panek im November 2001 gegründet hat. Mittlerweile haben
45 Schüler an der Band teilgenommen, erzählt der Initiator
im Gespräch mit dem GA. Die Schüler, die jetzt Abitur
bedingt aufhören, waren von Anfang an dabei. Nun, so Panek
weiter, wolle er Identitätsprobleme vermeiden, denn von den Alten
sei keiner mehr da. Eine sieben Jahre alte Schülerband, die einiges
aufzuweisen hat: zwei Konzertreisen und eine Studienreise nach Polen,
Auftritte in Frankreich, auf Usedom, in Braunschweig, Moers, bei Rhein
in Flammen - etwa 100 Auftritte insgesamt, und eine gelungene CD-Aufnahme.
Dazu eine jubelnde und tobende Fangemeinde, die ihresgleichen sucht. Die
erste Auflage der CDs sei nahezu ausverkauft, doch, so Jack Panek, eine
Vorbestellung bei einer zweiten Auflage sei im Sekretariat der Schule
jederzeit möglich. Wie es weiter gehe? Der engagierte Vollblutmusiker
antwortet: Es wird einen neuen Namen geben und aus der Hälfte
der Band und von ,Minitus' eine neue Band gegründet. Markenzeichen:
Blues, Funk & Soul ...
Der Erlös des Sommerfestes übrigens wird der Bildungsarbeit
der Initiative Sudan und der Don Bosco Jugend 3. Welt
zu Gute kommen.
Barbara Pikullik
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