Sockentag in der Christophorusschule am 28. Juli 2003

 

449 Socken schmücken ein Auto

„Wir machen uns auf die Socken!“ Unter diesem Motto hat sich die Jugenddorf-Christophorusschule gestern an der Sockenaktion des Christlichen Jugenddorfwerks Deutschlands (CJD) beteiligt. Im Mittelpunkt stand das Sammeln von Socken. 1373 Socken hatten die Königswinterer Schüler selbst mitgebracht oder bei Prominenten wie dem Kabarettisten Konrad Beikircher, Tennisspieler Rainer Schüttler, Fechttrainer Arno Schmitt und Schauspieler Uwe Ochsenknecht ergattert.

Ein Teil der Socken wurde mit einem kurzen Steckbrief der früheren Sockenträger versehen. Auf die Zettel schrieben die Schüler ihren Vornamen, die Schuhgröße, die Anzahl der mitgebrachten Socken und um welche Art von Socke es sich handelt. „Ich habe eine Schlafsocke, eine Sportsocke und eine Partysocke mitgebracht“, erzählte Piroschka aus der 6b. Die zwölfjährige Norina hatte zwei Sportsocken beigesteuert.

„Wir wollen ins Guinessbuch kommen“, antworten beide auf die Frage, was sie mit so vielen Socken machen. Neben einem Rekord verfolgen die 150 Einrichtungen des (CJD) in Deutschland, die sich an der Socken-Aktion beteiligen, noch ein anderes Ziel: „Wir wollen auf die Arbeit des CJD hinweisen und um moralische und finanzielle Unterstützung werben“, sagte die Sockenbeauftragte für NRW, Birgit Niklas. Die Jugenddörfer wollen sich gemeinsam für Benachteiligte auf die Socken machen.

Bereits am Morgen schätzten die Schüler der Klassen fünf bis sieben die Zahl der Socken, die in einem Einkaufswagen lagen. Mit ihrem Tipp von 425 Socken lag die 5d am nächsten an den tatsächlich vorhandenen 429 Socken und erhielt 30 Euro für die Klassenkasse. Die 7c schätzte 411 und erhielt 20 Euro, zehn Euro gabs für die 6d, die die Anzahl der Socken auf 390 geschätzt hatte. Mit 478 Socken hatten die Schüler Steckenpferde gebastelt. 449 weitere Socken schmückten ein Auto, das am Vormittag enthüllt wurde. Neben den Schülern war auch die Lokalprominenz aufgefordert, eine Socke abzuliefern. So steuerte auch Bürgermeister Peter Wirtz ein Paar Socken bei. Alle Socken wurden anschließend an Wäscheleinen im Schulhof aufgehängt.

Am 19. September, dem so genannten „S-Day“, werden die Socken sämtlicher CJD-Einrichtungen in fünf deutschen Städten, darunter auch in Köln, präsentiert.

© www.rundschau-online.de (ALMUD SCHRICKE, 29. Juli 2003)

 

 

Eine Schule ist komplett von den Socken
Prominente und Schüler spenden dem CJD ihre Strümpfe. Auch Miroslav Klose, Norbert Blüm und Konrad Beikircher unterstützen die bundesweite Kampagne
Bürgermeister Peter Wirtz hatte ein Paar rote Socken mitgebracht, beteuerte aber: „Im Rat kontrollieren wir nicht, wer welche Farbe trägt." Den Zusammenhang zwischen politischen Parteien und Farben des Fußkleids bestritt er ebenfalls, als er das Textil zu Gunsten einer Kampagne der Jugenddorf-Christophorusschule (CJD) spendete. Im CJD war gestern „Sockenaktionstag": Lokale Prominenz wie Wirtz und der Naturpark-Siebengebirge-Chef Herbert Krämer spendeten ebenso Strümpfe wie Schüler aller Klassen, um Aufmerksamkeit auf die sozial Schwachen der Gesellschaft zu erreichen. „Auch in wirtschaftlich schwachen Zeiten müssen sozial Schwache eine Chance bekommen", fordert das Christliche Jugenddorfwerk Deutschlands. Zu dem Träger gehört auch die Königswinterer Schule. Die Einrichtung hat aus diesem Grund eine bundesweite Kampagne unter dem Titel „Wir machen uns auf die Socken" ins Leben gerufen. Fußball-Vizeweltmeister Miroslav Klose spendet ebenso wie Kabarettist Konrad Beikircher und Ex-Bundesminister Norbert Blüm ein Paar als Unterstützung für diese PR-Kampagne. Gezeigt werden soll mit der riesigen Zahl bunter Strümpfe die Vielfalt des Lebens an den Schulen des Jugenddorfwerks. Zu dieser Aktionsserie gehören auch Einsätze für Behinderte und die Schwachen der Gesellschaft. Höhepunkt ist der „S-Day" am 19. September: In Chemnitz, Stuttgart, Hannover, Mainz und Köln werden nochmals Socken aus der Bevölkerung gesammelt und zu sozialem Engagement aufgerufen.
Am CJD in Königswinter hatten die Schulklassen ganze Einkaufswagen voller bunter Socken gespendet. So viele waren es, dass nicht nur zahlreiche Zeitungen, sondern auch der Rundfunk Interesse an der Aktion zeigten. Auf dem Schulhof des CJD war es laut und fröhlich, als Bürgermeister Wirtz dann einen Ritt auf einem - von Schülern gebastelten - Socken-Steckenpferd wagte. Sodann enthüllte er ein „Sockenkunstwerk" - ein ganzes Auto hatten die Schüler der Klasse 7a in Socken eingepackt. Neben dem sozialen Aspekt der bundesweiten Kampagne zielt die Aktion auch auf einen Weltrekord: Gerne möchten alle CJD-Schulen gemeinsam einen Eintrag ins Guiness-Buch erreichen. Interessierte können sich nach wie vor an der Aktion beteiligen.

© www.general-anzeiger-bonn.de (29. Juli 2003)

   

Fotos: Tobias Mayer