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Medaille für Sanna Viola Brix aus Linz

Minister zeichnet Lebensretterin aus

Foto von Sanna Viola und Innenminister Zuber

Die Rettungsmedaille des Landes Rheinland-Pfalz hat gestern Innenminister Walter Zuber der Linzerin Sanna Viola Brix überreicht. Die 18-Jährige hatte am 18. Oktober vergangenen Jahres im Bahnhof von Unkel einer Frau das Leben gerettet.

Die Schülerin der Christophorusschule in Königswinter "hat mit ihrem beherzten Eingreifen gezeigt, dass ihr ihre Mitmenschen nicht gleichgültig sind", betonte der Minister bei einer Feierstunde in Mainz. Das couragierte Eingreifen zeuge von höchstem Verantwortungsbewusstsein. Sanna Viola Brix sei ein "Vorbild, dem durch die Rettungsmedaille wenigstens die gebotene äußere Anerkennung symbolisch ausgesprochen wird", so Zuber weiter.

Rückblende: Am Abend des 18. Oktober 2001 wollte die 18-Jährige den Zug von Unkel Richtung Linz nehmen. Als sie auf dem Bahnsteig wartete, fuhr aus der Gegenrichtung ein Zug ein. Eine Tür des Zuges auf der Gleisseite - diese Türen sind eigentlich blockiert, da man dort nicht aussteigen darf - öffnete sich, und eine Frau fiel auf die Gleise.

Sanna Viola Brix zögerte nicht und sprang auf die Gleise. Sie versuchte zuerst vergebens, der reglosen Frau auf die Beine zu helfen. Plötzlich näherte sich ein Güterzug. Die Linzerin nahm in diesem Augenblick all ihre Kraft zusammen: Sie zog die Frau von den Gleisen und hob sie noch rechtzeitig mit einer weiteren Jugendlichen, die gerade den Bahnhof betreten hatte, auf den Bahnsteig, bevor der Güterzug durch den Bahnhof fuhr.

"Was damals in Ihnen vorging, können wir allenfalls ahnen", sagte Zuber. "Jedenfalls haben Sie in jenem Moment wahre Mitmenschlichkeit bewiesen."

© www.rundschau-online.de, 11. Juli 2002


Rettungsmedaille für Sanna Brix

Schülerin der Christophorusschule in Königswinter zieht lebensmüde Frau von den Gleisen des Unkeler Bahnhofs

Mit der Rettungsmedaille des Landes Rheinland-Pfalz zeichnete Innenminister Walter Zuber in Mainz die 18-jährige Linzerin Sanna Brix aus. Die Schülerin der Jugenddorf-Christophorusschule in Königswinter hatte am Abend des 18. Oktober vorigen Jahres eine lebensmüde Frau unter Einsatz ihres eigenen Lebens davor bewahrt, auf dem Unkeler Bahnhof von einem Zug überrollt zu werden.

"Ihr lebensrettendes, couragiertes Eingreifen zeugt von hohem Verantwortungsbewusstsein, das Sie zum Vorbild für viele andere Menschen macht", lobte der Innenminister die junge Frau. "Ich würde sofort wieder so handeln" erklärte die CJD-Schülerin, die nach dem Abitur Deutsch, Sport und Pädagogik studieren will.

Nachgedacht hätte sie damals nicht. Sie habe nur gesehen, dass die Frau aus dem aus in Richtung Bad Honnef fahrenden Zug gefallen sei. "Sofort bin ich vom Bahnsteig auf die Gleise gesprungen und habe versucht, die Frau hochzuziehen", berichtete Sanna Brix. Dann warnte sie eine andere Passagierin vor dem auf ihrem Gleis heranrasenden Güterzug.

"Ich habe nur die drei grellen Lichter und das schrille Warnsignal gehört", erinnerte sich Sanna Brix. In letzter Sekunde habe ihr eine andere Frau geholfen, die lebensmüde Person auf den Bahnsteig zu ziehen. "Den vorbeirasenden Zug hätte ich greifen können", schildert die CJD-Schülerin anschaulich die Gefahr, in der sie sich selbst befunden hatte. Aber nicht geholfen zu haben, diesen Gedanken hätte sie nicht aushalten können.

© www.ga-bonn.de , 14. Juli 2002



Foto: Bonner Rundschau