Fahrradtour "Quellen-gucken" an der Lahn

Gut voll gepackt für die nächsten vier Tage, trafen wir uns am Königswinterer Bahnhof, um mit dem Zug erst einmal zu unserem Ausgangspunkt zu kommen. Wir, Herr Nagel, Herr Oswald, vier Mädchen und vier Jungs wollten uns in den nächsten Tagen sportlich betätigen.
Gemeinsam fuhren wir ab Troisdorf in Richtung Siegen weiter. Unser endgültiges Ziel sollte an diesem Tag Marburg sein, deswegen mussten wir noch ein weiteres Stück Strecke mit der Bahn überwinden. Trotz langer Wartezeiten konnten wir uns dann aber Nachmittags endlich auf unsere Räder schwingen und ordentlich losstrampeln. Wir besichtigten die goldigen Quellen von Sieg und Lahn, wo wir unsere Trinkflaschen ordentlich auffüllen und in einem Biergarten den herrlichen Klängen deutscher Volksmusik lauschen konnten.....
Da es sehr heiß war, genossen wir die Pausen in vollen Zügen, sodass der Großteil der Gruppe erst um halb zehn am Campingplatz eintraf und leider auch das Abendessen auf dem Zeltplatz verpasste. Nachdem die Zelte aufgebaut und alle wieder startbereit waren, erkundeten wir gegen Mitternacht noch die wundervolle Stadt Marburg und gingen noch Pizza essen, zum Glück ohne das schwere Gepäck.
Am nächsten Morgen ging es dann weiter in Richtung Gießen. Heute sollten wir nicht so viele Berge zu überwinden haben... Allerdings war es brütend heiß, da gab es nur eins: Stopp an einem Supermarkt und neuen Proviant einkaufen. Nachmittags kam endlich die wahre Erlösung: ein kühles, erfrischendes Bad im See.
Da es nicht grade schwer war den Weg zum nächsten Campingplatz zu finden, trennten sich die Ersten von der Gruppe und starteten alleine nach Gräveneck durch.
Am Abend wurden wir leider durch einen kleinen Schauer überrascht und auch die Duschen waren nicht grade sehr appetitlich.
Morgens empfing uns aber ein sehr leckeres und großzügiges Frühstück und wir konnten den Tag gut gestärkt beginnen. Dieser Tag sollte der anstrengendste werden: Nach kurzer Zeit fing es beängstigend an zu donnern und blitzen und durch den starken Regen wurden wir pitschnass. Dann standen uns noch zwei hohe Berge bevor, die trotz Dextro-Energie-Traubenzucker und Fitnessriegeln fast nicht zu überwinden waren. Auch ein kleiner Sturz konnte uns nicht davon abbringen weiterzufahren wenn auch nur bis zum Bahnhof. Doch die Fitten unter uns hielten bis zum Campingplatz durch. Am Abend in Bad Ems, als wir leckere Pizzen aßen und italienische Vokabeln von den Servietten lernten war die Welt wieder in Ordnung. ?
Wir fuhren noch ein wenig herum, gingen gemütlich Eisessen und hauten uns dann in die Zelte.
Unseren letzten Tag begannen wir gut gelaunt und mit wieder gutem Wetter radelten wir zur Schlussetappe Richtung Königswinter. Auch wenn einige von uns schon etwas ausgepowered waren, kamen wir recht gut voran und konnten uns eine große Pause am deutschen Eck in Koblenz gönnen. Auch 30 km weiter in Andernach machten wir einen Zwischenstopp, um uns mit Eis vollzuschlagen (ein Lehrer verdrückte locker 9 Kugeln!!!). Danach radelten wir am Rhein entlang bis nach Remagen um mit der Fähre überzusetzten. Von dort aus war es dann nur noch ein Katzensprung bis nach Hause.

Insgesamt hatten wir jede Menge Spaß, was nicht nur an der tollen Landschaft und den netten Leuten der Gruppe lag, sondern wahrscheinlich auch an dem Fahrradradio eines Mitfahrers und dem Spaß, den wir uns mit Herrn Oswalds Walkie-Talkies erlaubten.
Dickes Lob an die Crew, besonders an die Lehrer, die unsere Tour zu einem wahren Vergnügen machten!!

Jana Graetschel und Sophie Müller-Moewes (10d)

   

Organisation: Herbert Nagel und Michael Oswald
Fotos: Michael Oswald