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Theorie und Praxis werden eng verbunden
Ein Modellprojekt der Deutsche-Telekom-Stiftung, der Jugenddorf-Christophorus-Schule
und der Fachhochschule Bonn-Rhein-Sieg bietet Schülern der Jahrgangsstufen
9 und 10 Einblicke in die Ausbildung und Arbeitswelt von Ingenieuren und
Wissenschaftlern. Das Kooperationsprojekt wurde jetzt offiziell besiegelt.
In dem Modellprojekt werden theoretische Grundlagen und praktische Erfahrungen
in den Themengebieten Elektrotechnik, Maschinenbau, Informationstechnik,
Betriebswirtschaft und Öffentlichkeitsarbeit vermittelt. Das Vorbild
für die Junior-Ingenieur-Akademie findet sich in Baden-Württemberg,
wo im Jahr 2000 dank der Unterstützung durch den Arbeitgeberverband
Südmetall die ersten - von mittlerweile 13 - Schüler-Ingenieur-Akademien
ins Leben gerufen wurden.
Klaus Kinkel, früherer Bundesaußenminister und heutiger Vorsitzender
der Deutsche-Telekom-Stiftung, war eigens zur Unterzeichnung des Abkommens
mit Schul- und Jugenddorfleiter Hans-Joachim Gardyan und Wulf Fischer,
dem Gründungsrektor der Fachhochschule, nach Königswinter gekommen.
Die Junior-Ingenieur-Akademie ist modulartig aufgebaut und umfasst, wie
Projektleiter Dr. Winfried Schmitz mitteilte, die Semesterthemen Robotik,
Solarenergie und Akkumulatoren, Schall und Messtechnik als Wahlpflichtfach.
Für Kinkel ist es eine dringende Notwendigkeit, die naturwissenschaftlichen
Kenntnisse des Nachwuchses zu vertiefen und dies nach Möglichkeit
vom Kindergartenalter an. Mit der Christophorusschule haben wir
eine Schule gefunden, in die ,das reinpasst, und die Fachhochschule gibt
gern die notwendige Unterstützung, um junge Menschen frühzeitig
für Ingenieurberufe zu interessieren und dazu beizutragen, sie auch
studierfähig zu machen.
Dank der Unterstützung durch die Deutsche Telekom AG, die Dr. Reinhold
Hagen Stiftung, durch Iser & Schmidt Kommunikation, die Firma Moeller,
das School-Lab des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt und
die Solarworld AG wird auch die notwendige Vertiefung durch Praktika,
Betriebsbesichtigungen und Workshops sichergestellt.
Wunsch der Deutsche-Telekom-Stiftung ist es, die in Königswinter
gewonnenen Erfahrungen auch für andere kooperationsbereite Schule
zu nutzen und als Vorbild für andere Schulen in Nordrhein-Westfalen
und später vielleicht im gesamten Bundesgebiet zu dienen.
© www.rundschau-online.de
(mmn, 25. Oktober 2005)
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