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„Liebe ist die Botschaft" zum zweiten Advent Die CJD
Jugenddorf-Christophorusschule präsentiert sich auf dem Petersberg von
ihrer musischen Seite. Akrobaten, Chormusiker und hochbegabte Instrumentalisten
treten zusammen auf
Das Spektrum reichte weit. Gospels, Rhythm and Blues, Querflöten-Duette,
Violinensoli und Zirkusnummern - ein Potpourri verschiedenster künstlerischer
Stilrichtungen wurde gestern Morgen in der Rotunde des Bundesgästehauses
auf dem Petersberg serviert. Zum zehnjährigen
Bestehen der Königswinterer Jugenddorf-Christophorusschule (CJD) hatte
der CJD-Förderverein ein umfangreiches Festkonzert zusammengestellt, das
bisweilen über den musikalischen Charakter eines Konzerts hinaus ging.
Einige Stücke reichten ins Entertainment hinein, präsentierten Akrobatik
und Tanz-Choreographien.
Ohne größe Reden, dafür aber mit einer beeindruckenden Bandbreite, präsentierte
sich das CJD. „Wir möchten unsere gesamte musische Vielfalt darstellen",
hatte Schulleiter Hans Joachim Gardyan angekündigt. Nicht nur die hoch
talentierten Moser-Kinder hatten ihren
großen Auftritt. Auch die Kleinsten und die musikalischen Anfänger durften
auf die Bühne steigen und den Applaus des beeindruckten Publikums genießen.
Das Orchester Konfetti forderte
mit seinen Blechblasiristrumenten auf: „Let's slow down" und „Let's rock".
Die AG „Tanz für Einsteiger" schwärmte
auf die Bühne, sprang, hüpfte und wedelte mit Pompons zu den Klängen des
A-Teens Smashhits „Upside Down". Mit etwas weniger Temperament, dafür
aber mit den ganz eigenen Stimmen, ließ der Gospel-Chor
„Young Spirits" den in die Adventszeit passenden Song „Love is the
message" ertönen. Der gesamte Schulchor befasste sich sängerisch mit der
Vorliebe von Kindern für Süßigkeiten in seinem Lied „Bonbons".
Einzelkünstler und Ensembles, Moll und Dur sowie Jazz und Pop folgten
in rascher Sequenz aufeinander. So spielte Annette Düren am Klavier mit
viel Gefühl Frederic Chopins Nocturne in e-Moll, um direkt von der R'n'B-inspirierten
Gruppe „Free 4 Soul" abgelöst zu werden. „Free 4 Soul" geht nicht auf
den Musikunterricht oder eine AG zurück, sondern wurde schon vor längerer
Zeit freiwillig von Schülern gegründet. Mit dabei sind Elliott Usifo,
Ana Arandan und Katrin Cürük. Usifos musikalisches Können fand ebenso
wie die Stimmen seiner Mitschülerinnen schon viel Anerkennung in der Region.
1995 waren sie an der ersten Musical-Aufführung am CJD beteiligt, im nächsten
Jahr werden sie ihr Abitur machen.
Temperamentvoll war auch der Auftritt der Schülerband „Tinnitus". Rhythmische
Songs von James Brown und Nelson Picket, mit Blasinstrumenten und charaktervollem
Gesang zum Besten gegeben, bereiteten die Bühne - besser: Manege -für
die Zirkus AG des CJD. Jonglieren, Einradfahren und Akrobatik reihten
sich nahtlos in das Showprogramm ein, bevor die vier Moser-Kinder
zum Höhepunkt aufspielten. Die älteste von ihnen, Sophie, ist bereits
vom renommierten israelischen Orchesterdirigenten
Daniel Barenboim engagiert worden. Auch die drei jüngeren Geschwister
Adele, Alwin und Pauline, sind bereits bei Paul Spiegels Künstleragentur
unter Vertrag. Am Sonntag gaben sie dem CJD als Dank für die intensive
Förderung im Schulalltag einen Einblick in ihre musischen Künste. Adele,
Pauline und Alwin boten gemeinsam das „Perpetuo mobile" von Bohm dar,
Sophie spielte als Solo „Campanella" von Paganini und gemeinsam mit ihrem
Bruder „Navarra" von Sarasate.
Die Lehrer Sabine Euskirchen, Angela Neuhaus, Brigitte Schmitt, Rolf Ebel,
Stephanus Kockmann und Jacek Panek hatten die Organisation übernommen.
Die Einnahmen aus den Eintrittsgeldern wird der Förderverein zur Finanzierung
neuer Projekte am CJD verwenden.
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(9. Dezember 2002, Tim Farin)
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