Individuelle Förderung

Die CJD Christophorusschule bietet im Rahmen der Individuellen Förderung Förderkurse für alle Kernfächer und Jahrgangsstufen der Sekundarstufe 1 an. Unsere SchülerInnen besuchen diese Kurse, wenn sich trotz der individuellen Förderung  im Regelunterricht, gezielter Beratung und zusätzlichen Trainings größere Leistungsdefizite in den Klassenarbeiten zeigen. Nach dem Prinzip eines Drehtürmodells werden SchülerInnen unmittelbar in diese Fördermaßnahmen entsandt. Es gilt dabei ohne Zeitverlust den Anschluss an die fortschreitenden Leistungsanforderungen des aktuellen Unterrichts wieder herzustellen und keine größeren Defizite aufkommen zu lassen. Sobald die Lücken geschlossen oder zugrundeliegende Lernschwierigkeiten identifiziert und bearbeitet wurden, verlassen die SchülerInnen die Fördermaßnahme wieder. Die Förderkurse sind also zeitlich begrenzt, sowie obligatorisch und kostenlos. Geleitet werden sie von Fachlehrern der Schule mit Unterstützung von leistungsstarken Schülern und Schülerinnen der Oberstufe als Mentoren. Auf diese Weise kann das Förderprogramm in Absprache mit den jeweiligen Fachlehrern sehr individuell und effektiv auf die Bedürfnisse jedes einzelnen Schülers ausgerichtet werden. Die Ergebnisse der letzten Jahre zeigen, dass sich die Schule hier auf dem richtigen Weg befindet. Sie verzeichnet im Erreichen der Klassenziele deutlich bessere Ergebnisse als die Schulen im Landesdurchschnitt:

Quelle: Schule NRW 06/09 und eigene Erhebung

Eingeführt wurde die Förderkurse  im Rahmen der Initiative „Komm Mit – Fördern statt Sitzenbleiben“, des Ministeriums für  Schule und Weiterbildung des Landes NRW (April 2008), der sich die Christophorusschule aus ihrem Selbstverständnis heraus gerne anschloss.

Der Initiative gingen eine Reihe empirischer Untersuchungen voraus, die eindeutig belegten, dass das Wiederholen eines Schuljahres kein geeignetes Instrument ist Schülerleistungen nachhaltig zu verbessern und die Lernentwicklung positiv zu beeinflussen. Nicht selten bedeuten Wiederholungsjahre für einzelne Schüler und Schülerinnen eine negative Weichenstellung in ihrer schulischen Laufbahn, begleitet von ungünstigen Veränderungen ihres sozialen Umfeldes, Frustration, Stigmatisierung, Beeinträchtigung des Selbstvertrauens u.a.. Es gilt daher, Minderleistungen in den versetzungsrelevanten Fächern individuell, gezielt und schnell zu begegnen.

Bernd Ulrich Schaefer
Koordinator Förderprogramme & Silentium
bschaefer@cjd-koenigswinter.de