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6. deutsch – polnischer Schüleraustausch zwischen dem CJD und dem Liceum Ogólnoksztalcace Dobrzén Wielki (Groß-Döbern) 2005

Wir - 20 Schüler und Herr Feldkötter - machten uns zu Anfang der Herbstferien, um 6 Uhr morgens, auf die weite Reise nach Oberschlesien. Dort trafen wir nach 14 Stunden Fahrt in unserer polnischen Gastschule ein. Überaus gastfreundlich wurden wir von unseren Austauschpartnern begrüßt und den einzelnen Familien zugewiesen.

Das Wochenendprogramm wurde individuell von den Familien gestaltet z. B. durch Museen –Städte- und Kirchenbesuche, und als Höhepunkt am Abend – ein Discobesuch.
Die Woche begann mit einem Einblick in den polnischen Unterricht. Anschließend wurden wir vom Bürgermeister der deutschen Minderheit Polens begrüßt und fuhren danach in die bis zum Kriegsende noch deutsche Stadt Breslau. Heute heißt sie Wroclaw und ist mit ihren schön renovierten Altbauten wirklich sehr beeindruckend. Am Dienstag folgten wir den Spuren Eichendorffs, indem wir ein Museum besuchten und eine Führung durch die Schlossruine machten. Nach einem Aufenthalt im Oppelner Museum erkundigten wir die Stadt auf eigene Faust. Den Abend verbrachten wir wieder in den Familien, die uns verwöhnten (so manchem wurde selbst das Butterbrot geschmiert...) und total nett waren.

Am Mittwoch gestalteten die Schüler für uns eine sehr schöne Messe in der St. Rochus Kirche. Am späten Nachmittag kamen wir nach der Besichtigung des stadteigenen, sehr beeindruckenden Kohlekraftwerks und des Stober Naturparks, wieder an der Schule an. Den Abend ließen wir durch ein gemeinsames Lagerfeuer an einem See ausklingen.
Der Donnerstag sollte unser langer Wandertag sein. Schon um 7 Uhr fuhren wir in das entfernt gelegene Heuscheuergebirge und wanderten auf den Großen Heuscheuer, der 919 m über dem Meeresspiegel liegt. In dieser Gegend gibt es viele Naturparks, die zum Teil durch sehr schmale Steinschluchten führen, so dass wir fürchten mussten, dass manch einer stecken bleibt! Anschließend erholten wir uns in einem Schwimmbad von der langen Wanderung und danach sehnten wir uns nur noch nach einem Bett.

Nun kam auch schon der letzte Tag und alle wurden ein wenig melancholisch. Am Abend überraschten uns die Gasteltern mit einem leckeren Buffet und der Direktor der Schule hielt noch eine freundliche Abschlussrede. Wir Schüler bedankten uns bei den so überaus freundlich und hilfsbereiten Eltern, die uns von Anfang an so nett in die Familie aufgenommen hatten. Gegen 20 Uhr stiegen wir mit Tränen in den Augen in den Bus (denn so mancher hatte sein Herz in Polen verloren...). Unsere ganze Gruppe hatte an diesem Polenaufenthalt sehr viel Spaß und verstand sich großartig. Wir waren beeindruckt von der Gastfreundschaft und der Herzlichkeit der polnischen Familien.
Ganz herzlich möchten wir uns noch einmal bei Herrn Feldkötter sowie der polnischen Seite bedanken, ohne die dieser Austausch mit all den schönen Ereignissen nicht möglich gewesen wäre.

Caroline Herzog und Leonie Müller-Moewes, 10c

Fotos vom Besuch in Polen vom 1. bis zum 8. Oktober 2005
 

Fotos: Caroline Herzog, Leonie Müller-Moewes und Jannis Oelmann