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Wir - 20 Schüler und Herr Feldkötter - machten
uns zu Anfang der Herbstferien, um 6 Uhr morgens, auf die weite Reise
nach Oberschlesien. Dort trafen wir nach 14 Stunden Fahrt in unserer polnischen
Gastschule ein. Überaus gastfreundlich wurden wir von unseren Austauschpartnern
begrüßt und den einzelnen Familien zugewiesen.
Das Wochenendprogramm wurde individuell von den Familien
gestaltet z. B. durch Museen Städte- und Kirchenbesuche,
und als Höhepunkt am Abend ein Discobesuch.
Die Woche begann mit einem Einblick in den polnischen Unterricht. Anschließend
wurden wir vom Bürgermeister der deutschen Minderheit Polens begrüßt
und fuhren danach in die bis zum Kriegsende noch deutsche Stadt Breslau.
Heute heißt sie Wroclaw und ist mit ihren schön renovierten
Altbauten wirklich sehr beeindruckend. Am Dienstag folgten wir den Spuren
Eichendorffs, indem wir ein Museum besuchten und eine Führung durch
die Schlossruine machten. Nach einem Aufenthalt im Oppelner Museum erkundigten
wir die Stadt auf eigene Faust. Den Abend verbrachten wir wieder in den
Familien, die uns verwöhnten (so manchem wurde selbst das Butterbrot
geschmiert...) und total nett waren.
Am Mittwoch gestalteten die Schüler für uns eine
sehr schöne Messe in der St. Rochus Kirche. Am späten Nachmittag
kamen wir nach der Besichtigung des stadteigenen, sehr beeindruckenden
Kohlekraftwerks und des Stober Naturparks, wieder an der Schule an. Den
Abend ließen wir durch ein gemeinsames Lagerfeuer an einem See ausklingen.
Der Donnerstag sollte unser langer Wandertag sein. Schon um 7 Uhr fuhren
wir in das entfernt gelegene Heuscheuergebirge
und wanderten auf den Großen Heuscheuer, der 919 m über dem
Meeresspiegel liegt. In dieser Gegend gibt es viele Naturparks, die zum
Teil durch sehr schmale Steinschluchten führen, so dass wir fürchten
mussten, dass manch einer stecken bleibt! Anschließend erholten
wir uns in einem Schwimmbad von der langen Wanderung und danach sehnten
wir uns nur noch nach einem Bett.
Nun kam auch schon der letzte Tag und alle wurden ein wenig
melancholisch. Am Abend überraschten uns die Gasteltern mit einem
leckeren Buffet und der Direktor der Schule hielt noch eine freundliche
Abschlussrede. Wir Schüler bedankten uns bei den so überaus
freundlich und hilfsbereiten Eltern, die uns von Anfang an so nett in
die Familie aufgenommen hatten. Gegen 20 Uhr stiegen wir mit Tränen
in den Augen in den Bus (denn so mancher hatte sein Herz in Polen verloren...).
Unsere ganze Gruppe hatte an diesem Polenaufenthalt sehr viel Spaß
und verstand sich großartig. Wir waren beeindruckt von der Gastfreundschaft
und der Herzlichkeit der polnischen Familien.
Ganz herzlich möchten wir uns noch einmal bei Herrn Feldkötter
sowie der polnischen Seite bedanken, ohne die dieser Austausch mit all
den schönen Ereignissen nicht möglich gewesen wäre.
Caroline
Herzog und Leonie Müller-Moewes, 10c
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