USA-Austausch mit der Milford High School 2002/03


 

Zum Austauschprogramm des CJD gesellt sich dieses Jahr zum ersten Mal die amerikanische Partnerschule aus Milford, Ohio.
Im Juni 2002 waren elf Gastschüler im Alter von 15-17 Jahren sowie der begleitende Lehrer Randy Vaughan mit seinem Sohn Ryan zu Besuch.

Unter der Leitung von Frau Harmat erhielten sie zwei Wochen lang einen direkten Einblick in das Familienleben ihrer deutschen Austauschpartner und das Schulsystem.
Meistens gemeinsam unternahmen wir verschiedene Ausflüge, um auch die nähere Umgebung ein wenig besser kennen zu lernen. Das umfassende Programm führte uns nach Bonn, auf den Petersberg und zur Deutschen Welle. Ein weiteres Highlight waren der Kölner Dom und ein Besuch der Früh-Kölsch-Brauerei. Hier versuchten sich die amerikanischen Schüler erstmals am für sie ungewohnten Alkohol.
Außerdem stiegen wir bei 40°C zur Marksburg auf. Teilweise ging es dabei stark an die Kondition unserer amerikanischen Freunde: sie waren das viele Laufen und die unklimatisierten Räume nicht gewohnt. Zur Stärkung für weitere „Strapazen“ säumten viele Eisdielen unseren Weg, wobei das hiesige Spaghetti-Eis als echte Sensation galt. Eine weitere Auffälligkeit war der ständige Heißhunger auf Pizza. Getreu dem Motto „Bloß nichts Gesundes“ stürmten wir sämtliche Fast food - Ketten.

Ein weiterer Punkt, den die Amerikaner hier sehr zu schätzen lernten, war die für sie ungewohnte Freiheit während der Schulzeit. Das Verlassen des Schulgeländes während der Pausen und Freistunden fand großen Anklang.
Um auch den deutschen Schülern einen Einblick in die amerikanische Lebensweise zu vermitteln, hatten sie verschiedene Präsentationen vorbereitet. Themen wie “A typical day“, “High School Sports” und “Foreign Policy” standen zur Auswahl.

Da von Anfang an ein freundschaftliches Verhältnis zwischen deutschen und amerikanischen Schülern bestand, unternahmen wir auch privat viel mit der Gruppe. Ob wir nun auf den Drachenfels wanderten, im Phantasialand zum x-ten mal mit “Mystery Castle“ in die Höhe schossen oder einfach bei einem gemütlichen Videoabend zusammensaßen - wir hatten jedes Mal sehr viel Spaß.
Das WM-Viertelfinale Deutschland - USA kam uns natürlich wie gerufen. Rasch wurde eine Großbildleinwand in der Aula organisiert. Die Niederlage Amerikas hielt uns nicht davon ab, unseren letzten gemeinsamen Abend gemütlich ausklingen zu lassen.

Der Abschied ist beiden Seiten sehr schwer gefallen, und nun warten alle gespannt auf den Gegenbesuch im April nächsten Jahres. Hierbei werden uns Frau Harmat und Herr Panek begleiten.

Frederike Sonnenberger & Mareike G.

 


Besuch aus unserer Partnerschule Milford High School in Ohio/USA (17. Juni 2002)
vom 8. bis 23. Juni.



Zur Erinnerung erhielten die zehn Schüler der CJD-Schule Königswinter die roten Kappen und die Medaillen, mit denen normalerweise die Graduierten der High-School in den USA für das Schuljahrbuch fotografiert werden.


"Über Fragen amüsiert"

Schüler der Christophorusschule statten neuer Partnerschule ersten Besuch ab


„Das Schönste war, dass wir uns wiedergesehen haben" Das war die einhellige Meinung der zehn Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen zehn bis zwölf der Jugenddorf-Christophorus-Schule (CJD) Königswinter, die gerade vom allerersten Besuch bei ihrer amerikanischen Partnerschule, der Milford High School in Ohio, zurückgekehrt sind.
Drei Wochen verbrachten die CJD-Schüler beim Gegenbesuch in den USA, die Amerikaner waren schon im Juni letzten Jahres in Königswinter zu Gast gewesen. Die ersten Tage war die deutsche Gruppe mit ihren Lehrern Angelika Harmat und Jacek Panek in New York, besuchten das Empire State Building und das Musical „Beauty and the Beast". Den Rest- der Zeit lebten sie mit den Schülern in ihren Familien, gingen zur Schule und machten nebenher noch einige Ausflüge.
Für den Unterricht hatten die Königswinterer eine Reihe von Präsentationen vorbereitet: über ihre Schule, die Stadt Bonn, den rheinischen Karneval, den Zweiten Weltkrieg, Neonazis in Deutschland und über die Wiedervereinigung. Dies alles stellten sie im Unterricht vor - auf Englisch natürlich. „Die Amerikaner waren erstaunt, wie gut unsere Schüler Englisch können", meinte Angelika Harmat. Über die Fragen, die vor allem die jüngeren Schüler stellten, haben sich die CJD-Schüler amüsiert: „Die wollten wissen, ob wir schon mal Eis gegessen haben oder ob wir DVD haben", erinnern sie sich lachend.
Am vorletzten Tag haben sie übrigens die roten Kappen und die Medaillen geschenkt bekommen, die „Caps and Gowns'', mit denen normalerweise die Graduierten der High-School für das Schuljahrbuch fotografiert werden. „Wir wollten sie eigentlich nur mal anprobieren, aber dann konnten wir sie behalten1', sagte Harmat. Einig sind sich alle, dass der Besuch ein tolles Erlebnis war: „Es ist faszinierend, wie eng wir zusammengewachsen sind", meinte eine Schülerin.


© www.rundschau-online.de (13.Mai 2003, Katrin Schröder)