|
Die Blues-Band Minitus stellt
sich vor
Seit Mitte letzten Jahres kursieren Gerüchte über eine neue
Band an der Christophorusschule. Nun hat sich Minitus zum
ersten Mal am Christophorusmarkt und als Vorband von Tinitus
präsentieren können - mit einigem Erfolg.
Improvisation ist die Kunst, etwas Unbeabsichtigtes gut vorzubereiten.
Dieses Zitat stammt von Willy Millowitsch und bringt einen wesentlichen
Aspekt improvisierter Musik zum Ausdruck. Das, was auf der Bühne
als Soloimprovisation so souverän unbeabsichtigt aussieht,
benötigt einen klar abgegrenzten musikalischen Rahmen und jede Menge
Arbeit. Doch die Arbeit lohnt sich, auch aus der Sicht der Schüler
der AG Minitus Blues-Band. Jeden Freitag um 13.15 Uhr treffen
sich die zwölf Schüler der 7C, 7D, 8C und 8D mit großem
Engagement zum gemeinsamen Musizieren und Improvisieren. Auch das allwöchentliche
Auf- und Abbauen der Instrumente und der Anlage im Musikraum des B-Gebäudes
scheint der Motivation für die gemeinsame Probe nichts anhaben zu
können. Die Band besteht aus einer Rhythm-Section (zwei Keyboards,
zwei Gitarren, zwei Schlagzeuger, ein E-Bass) und aus einer Horn-Section,
also dem Bläsersatz mit zwei Altsaxophonen und drei Trompeten.
Die Anspielung auf die Band Tinitus dürfte niemandem
entgangen sein. Für die Mitglieder von Minitus war es ebenso eine
Ehre wie eine Selbstverständlichkeit, das Angebot von Herrn Panek,
als Vor-Band von Tinitus am Weihnachtskonzert zu spielen,
anzunehmen. Wenn man sich vor Augen führt, dass dieses Konzert erst
der zweite öffentliche Auftritt nach dem Christophorusmarkt war,
konnte Minitus nicht nur als Stimmungsbereiter für den Haupt-Act,
sondern auch musikalisch das Publikum überzeugen. Der Auftritt in
schwarzen Anzügen, Hüten und Sonnenbrillen ließ bereits
erkennen, dass hier lässiger Blues gespielt würde.
Zum lässigen Blues gehören natürlich auch lässige
Soli. Für die Solisten an Gitarre, Trompete, Keyboard und sogar Schlagzeug
bedeutet dies, dass mit dem coolen Outfit auch eine gewisse Unsicherheit
verborgen liegt: Was werde ich gleich spielen? Wie wird das Publikum reagieren,
vor allem dann, wenn man fast jeden einzelnen im Publikum kennt?
Jeder Auftritt ist auch mit Ängsten verbunden, erst recht wenn man
etwa anspruchsvolle klassische Kompositionen vorträgt. Doch der Moment,
indem im Blues und im Jazz ein Solist hervortritt, ist sein freies Spiel
der Mittelpunkt des Geschehens, und zwar ohne die Unterstützung von
Noten. Von dieser Freiheit haben die Minitus-Mitglieder in den Proben
ausgiebig Gebrauch gemacht. Sie konnten also in einer gewissen Weise etwas
Unbeabsichtigtes gut vorbereiten. Was sie aber dann gespielt haben,
ist neu und vorher von ihnen nie so gespielt worden. Als Rahmen ihrer
Freiheit dienten lediglich ein Paar Akkorde und ein gleichmäßiger
Takt.
Für viele Mitglieder von Minitus ist dieser Zugang neu: Musik kann
auch selbst erfunden werden und wird dann auch in einer ganz besonderen
Weise von den Zuhörern honoriert, wie man unschwer am Applaus des
Konzertpublikums bei der Weihnachtsfeier in der Aula erkennen konnte.
Auch Fans scheint es bereits zu geben: Die Butt!t-AG fertigte so manchen
Minitus-Button an, nicht nur für die Minitus-Mitglieder!
Luc Rod
Am 15. Dezember 2006 war es mal wieder soweit. Das alljährliche
Weihnachtskonzert der Band Tinitus stand bevor. Dieses Jahr sollte es
ein Auftritt der ganz besonderen Klasse sein. Die vielen Plakate, die
in der ganzen Region aushingen, wiesen auf das große Ereignis hin
und sorgten dafür, dass neben den zahlreichen Tinitus-Fans auch neue
Zuschauer zugegen waren. Als Vorgruppe gab die Nachwuchsband Minitus,
unter der Leitung des Referendars Luc Rod, kurz vor Beginn des Hauptacts,
ihre neuen Bluessongs zum Besten und sorgte so in der voll gefüllten
CJD-Aula für gute Stimmung. Um 20 Uhr trat Tinitus auf die Bühne.
Sowohl die alten Rhythm & Blues- und Funk-Songs, als auch die vielen
neuen Stücke wie Georgy Porgy von Toto oder Sunshine
Day von Osibisa, begeisterten das Publikum.
Als Gäste waren dieses Mal der Saxophonist Waldemar Leczkowski, der
schon seit mehreren Jahren in ganz Deutschland Jazzkonzerte gibt, und
Michael Weißenfels vom CJD-Frechen, der mit seiner Stimme Joe Cocker
in nichts nachsteht, dabei.
Obwohl im letzten Jahr acht Musiker mit bestandenem Abitur die Band verlassen
hatten, konnte Bandleiter Jacek Panek die neuen Bandmitglieder gut in
die Gruppe einfügen und das Konzert wurde wie gewohnt ein voller
Erfolg. Für die Band hieß es eine Woche später im Proberaum
um 4pm wieder ran an die Instrumente, denn das nächste
wichtige Konzert im Rahmen der deutsch-französischen Städtepartnerschaft
(Königswinter-Cognac) steht schon kurz bevor. Die ganze Band dankt
dem Bandleiter Herr Panek für sein unermüdliches Engagement
und hofft auch im Jahr 2007 auf eine erfolgreiche Zeit für Tinitus,
aber natürlich ohne Tinnitus!!
Philipp Herzog und Pablo Kaes; Stufe 12
|