Tinitus: Weihnachtskonzert am 15. Dezember 2006

 

Die Blues-Band „Minitus“ stellt sich vor

Seit Mitte letzten Jahres kursieren Gerüchte über eine neue Band an der Christophorusschule. Nun hat sich „Minitus“ zum ersten Mal am Christophorusmarkt und als Vorband von „Tinitus“ präsentieren können - mit einigem Erfolg.

„Improvisation ist die Kunst, etwas Unbeabsichtigtes gut vorzubereiten“. Dieses Zitat stammt von Willy Millowitsch und bringt einen wesentlichen Aspekt improvisierter Musik zum Ausdruck. Das, was auf der Bühne als Soloimprovisation so souverän „unbeabsichtigt“ aussieht, benötigt einen klar abgegrenzten musikalischen Rahmen und jede Menge Arbeit. Doch die Arbeit lohnt sich, auch aus der Sicht der Schüler der AG „Minitus Blues-Band“. Jeden Freitag um 13.15 Uhr treffen sich die zwölf Schüler der 7C, 7D, 8C und 8D mit großem Engagement zum gemeinsamen Musizieren und Improvisieren. Auch das allwöchentliche Auf- und Abbauen der Instrumente und der Anlage im Musikraum des B-Gebäudes scheint der Motivation für die gemeinsame Probe nichts anhaben zu können. Die Band besteht aus einer Rhythm-Section (zwei Keyboards, zwei Gitarren, zwei Schlagzeuger, ein E-Bass) und aus einer Horn-Section, also dem Bläsersatz mit zwei Altsaxophonen und drei Trompeten.
Die Anspielung auf die Band „Tinitus“ dürfte niemandem entgangen sein. Für die Mitglieder von Minitus war es ebenso eine Ehre wie eine Selbstverständlichkeit, das Angebot von Herrn Panek, als Vor-Band von „Tinitus“ am Weihnachtskonzert zu spielen, anzunehmen. Wenn man sich vor Augen führt, dass dieses Konzert erst der zweite öffentliche Auftritt nach dem Christophorusmarkt war, konnte Minitus nicht nur als Stimmungsbereiter für den „Haupt-Act“, sondern auch musikalisch das Publikum überzeugen. Der Auftritt in schwarzen Anzügen, Hüten und Sonnenbrillen ließ bereits erkennen, dass hier lässiger Blues gespielt würde.
Zum lässigen Blues gehören natürlich auch lässige Soli. Für die Solisten an Gitarre, Trompete, Keyboard und sogar Schlagzeug bedeutet dies, dass mit dem coolen Outfit auch eine gewisse Unsicherheit verborgen liegt: Was werde ich gleich spielen? Wie wird das Publikum reagieren, vor allem dann, wenn man fast jeden einzelnen im Publikum kennt?
Jeder Auftritt ist auch mit Ängsten verbunden, erst recht wenn man etwa anspruchsvolle klassische Kompositionen vorträgt. Doch der Moment, indem im Blues und im Jazz ein Solist hervortritt, ist sein freies Spiel der Mittelpunkt des Geschehens, und zwar ohne die Unterstützung von Noten. Von dieser Freiheit haben die Minitus-Mitglieder in den Proben ausgiebig Gebrauch gemacht. Sie konnten also in einer gewissen Weise „etwas Unbeabsichtigtes gut vorbereiten“. Was sie aber dann gespielt haben, ist neu und vorher von ihnen nie so gespielt worden. Als Rahmen ihrer Freiheit dienten lediglich ein Paar Akkorde und ein gleichmäßiger Takt.
Für viele Mitglieder von Minitus ist dieser Zugang neu: Musik kann auch selbst erfunden werden und wird dann auch in einer ganz besonderen Weise von den Zuhörern honoriert, wie man unschwer am Applaus des Konzertpublikums bei der Weihnachtsfeier in der Aula erkennen konnte. Auch Fans scheint es bereits zu geben: Die Butt!t-AG fertigte so manchen Minitus-Button an, nicht nur für die Minitus-Mitglieder!

Luc Rod

Am 15. Dezember 2006 war es mal wieder soweit. Das alljährliche Weihnachtskonzert der Band Tinitus stand bevor. Dieses Jahr sollte es ein Auftritt der ganz besonderen Klasse sein. Die vielen Plakate, die in der ganzen Region aushingen, wiesen auf das große Ereignis hin und sorgten dafür, dass neben den zahlreichen Tinitus-Fans auch neue Zuschauer zugegen waren. Als Vorgruppe gab die Nachwuchsband Minitus, unter der Leitung des Referendars Luc Rod, kurz vor Beginn des Hauptacts, ihre neuen Bluessongs zum Besten und sorgte so in der voll gefüllten CJD-Aula für gute Stimmung. Um 20 Uhr trat Tinitus auf die Bühne. Sowohl die alten Rhythm & Blues- und Funk-Songs, als auch die vielen neuen Stücke wie „Georgy Porgy“ von Toto oder „Sunshine Day“ von Osibisa, begeisterten das Publikum.
Als Gäste waren dieses Mal der Saxophonist Waldemar Leczkowski, der schon seit mehreren Jahren in ganz Deutschland Jazzkonzerte gibt, und Michael Weißenfels vom CJD-Frechen, der mit seiner Stimme Joe Cocker in nichts nachsteht, dabei.
Obwohl im letzten Jahr acht Musiker mit bestandenem Abitur die Band verlassen hatten, konnte Bandleiter Jacek Panek die neuen Bandmitglieder gut in die Gruppe einfügen und das Konzert wurde wie gewohnt ein voller Erfolg. Für die Band hieß es eine Woche später im Proberaum um „4pm“ wieder ran an die Instrumente, denn das nächste wichtige Konzert im Rahmen der deutsch-französischen Städtepartnerschaft (Königswinter-Cognac) steht schon kurz bevor. Die ganze Band dankt dem Bandleiter Herr Panek für sein unermüdliches Engagement und hofft auch im Jahr 2007 auf eine erfolgreiche Zeit für Tinitus, aber natürlich ohne Tinnitus!!

Philipp Herzog und Pablo Kaes; Stufe 12

 
 

AG-Leitung: Jacek Panek
Konzerttechnik: Veranstaltungstechnik-AG
Fotos: Tobias Mayer