Den Monaten der Ruhe nach der letzten großen Darbietung folgte im Frühling
endlich das dritte Konzert von „Tinnitus“. Erstmals professionell erstellte
Plakate und Flyer ließen den Aufwand, der hinter diesem Ereignis steckte
bereits erahnen und doch wurden die Erwartungen bei weitem übertroffen.
Denn schon nach den ersten Tönen war am Abend des 25. März 2004 gewiss,
dass sich die Band keine Auszeit gegönnt hatte, sondern in harter Arbeit
ihre Klassiker bis in die Feinheiten perfektioniert hatte. Doch nicht
nur die bekannten Songs klangen durch geschickte Variationen noch einen
Tick besser. Mit neuen Lieder wie „Soul With A Capitol S“ oder „It All
Comes Back“ erweiterte die Formation ihr Repertoire um zwei Funk-Meilensteine
von „Tower Of Power“. Weitere Highlights stellten Joe Cockers Dauerbrenner
„Summer In The City“ und das neu aufbereitete „Black Magic Woman“ dar.
Letzteres überraschte mit einem brisanten Drum-Solo bei dem Marco Just
an den Timbales (lateinamerikanisches Schlaginstrument) alle Register
zog und beim anschließenden „Oye Como Va“ sogar sein Gesangsdebüt gab.
Auch die übrigen Solisten zeigten sich in gewohnter Form. Der Gesang
von Sophia von Berg rührte bei „I Can’t Stand The Rain“ das Publikum
zu Tränen und Christian
Hardt überzeugte mit einer rockigen Performance, welche die Zuhörer
bei „I Feel Good“ zum Mitsingen anregte. Thomas
Albrecht ließ es sich nicht nehmen auch an diesem Abend bei einer
der vielen Zugaben ein Gitarren-Solo auf dem Rücken zu spielen, woraufhin
auch gleich die nächste Zugabe gefordert wurde. Durch das musikalisch
weitgefächerte Programm aus Blues-, R&B-, Soul- und Rock-Stücken führte
Kosima
Köpke, eine Schülerin der Jahrgangsstufe 12. Neben der gewaltigen
Leistung der Band lief jedoch auch hinter den Kulissen alles reibungslos
ab. Mit professioneller Unterstützung konnten Tim Sieler und sein Team
der Veranstaltungstechnik-AG
den Sound der Band so präsentieren wie er immer klingen sollte und so
zeigte sich auch der Bandleiter Jacek
Panek überaus zufrieden. Hoffentlich fällt die Pause bis zum nächsten
Konzert nicht erneut so lang aus.
Unbekannter
Autor der Stufe 13
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Tinitus-Konzertreise nach Polen
Am Dienstag, den 25. Mai 2004, um 19.00 Uhr war es endlich
soweit, alle Instrumente waren an Bord unseres Busses verstaut und es
konnte endlich in Richtung Osten losgehen. Nach 17 Stunden erreichten
wir die Jugendherberge der Kleinstadt Rajcza. Der erste Eindruck von Polen
war allseits sehr positiv. Was durch (P)Anekdoten vorbereitet war, wurde
durch die herzliche Gastfreundschaft der Menschen, die wir kennen lernten,
bestätigt. Nachdem abends noch gegrillt wurde, fielen alle recht
früh todmüde ins Bett.
Bei strahlendem Sonnenschein gaben wir am Nachmittag des folgenden Tages
vor mehr als 500 Zuschauern unser erstes Konzert auf dem Marktplatz. Nach
einer inoffiziellen Autogrammstunde wurden wir von einer Gruppe jugendlicher
Fans zur Jugendherberge begleitet. Dort gab es eine ausgelassene Willkommensparty.
Da die wenigen Brocken Polnisch, die wir im Bus gelernt hatten, nicht
reichten, unterhielten wir uns in einem Mischmasch aus Deutsch und Englisch.
Am nächsten Morgen ging es dann zum Musikgymnasium von Katowice,
an dem unser Bandleader Jacek Panek einst seinen glänzenden Abschluss
machte. Obwohl das Gymnasium eher klassisch ausgerichtet ist, fanden die
Schüler und Lehrer großen Gefallen an unserem Auftritt.
Am Samstag fuhren wir dann in die ehemalige Hauptstadt Krakau, wo wir
das Schloss besichtigten und genügend Zeit hatten, uns die schöne
Altstadt anzusehen. Wir hatten die Möglichkeit, beim Stadtfest, welches
ganz im Zeichen des EU-Beitritts stand, dabei zu sein. Am Sonntag gab
es kein offizielles Programm. Einige von uns nutzten den Tag, um in den
nahe gelegenen Bergen in wunderschöner Landschaft wandern zu gehen,
andere um einfach auszuruhen.
Am nächsten Morgen hieß es schon ganz früh aufstehen,
auf dem Weg in Richtung Deutschland machten wir noch in Dobrzen Wielki,
Großdöbern, der Stadt unserer Schulpartnerschaft, halt. Wir
wurden von Gastfamilien freundlich aufgenommen und lernten nun auch noch
die polnische Lebensweise innerhalb der Familien kennen. Aufgrund des
abendlichen Gottesdienstes anlässlich des Pfingstfeiertages war unser
Abschiedskonzert, welches zur gleichen Zeit stattfand, leider nur spärlich
besucht. Nachdem wir uns von unseren Gastfamilien verabschiedet hatten,
traten wir am Dienstag unsere Heimreise an.
Frau Euskirchen möchten wir für die freundliche Begleitung danken.
Für uns alle war diese Reise ein großartiges Erlebnis. Unser
ganz besonderer Dank gilt unserem Bandleader Jacek Panek. Ohne seine perfekte
Planung, die persönlichen Kontakte und das unermüdliche Engagement
wäre diese Reise undenkbar gewesen. Die musikalischen und vor allem
menschlichen Erfahrungen, die wir sammeln konnten, werden wir wohl nie
vergessen.
Dane Bilandzija (10c)
und Philipp Herzog (10d)
Fotos von der Konzertreise nach Polen vom 25. Mai bis 1. Juni 2004
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