AG: "Wir gehen ins Theater"


Seit 1995 besteht die AG „Wir gehen ins Theater“ unter der Leitung von Herrn Heimbach. Jeder Teilnehmer der AG ist Abonnent eines Theaterabos des Schauspiels Bonn (Selbstkosten). In den letzten Jahre wählten die Ag-ler das Abo „Kabarett und Schauspiel“. Die abendlichen Vorstellungen verteilen sich folgendermaßen: Die Kabarett-Stücke (insgesamt 5) finden in den Bonner Theatern „Springmaus“ und „Pantheon“ statt. Die restlichen 5 Vorführungen verteilen sich auf die „Kammerspiele“, das „Kleine Theater“ –beide in Bad Godesberg gelegen-, das „Euro Theater Central“ in der Bonner Innenstadt und die „Halle Beuel“. Neben den Vorstellungen, die das Theaterabo beinhaltet, besucht die AG auch die Stücke, die an unserer Schule in der Aula inszeniert werden. Ab und zu treffen sich die Teilnehmer der AG auch nachmittags, um die besuchten Vorstellungen zu besprechen.

In der Spielzeit 2000/2001 hat uns das Stück „Endstation Sehnsucht“ von Tennessee Williams am besten gefallen. Es wurde in der „Halle Beuel“ aufgeführt. Besonders gut fanden wir die realen Kulissen. Die „Halle Beuel“ ist eine ehemalige Fabrikhalle, in der die Bühne und die Zuschauerplätze für jedes Theaterstück umgestellt werden können. Bei „Endstation Sehnsucht“ befand sich die Bühne in der Mitte der Halle und die Stühle für die Zuschauer waren hörsaalähnlich angeordnet.

„Endstation Sehnsucht“ handelt von Blanche Dubois, einer alkoholsüchtigen Neurotikerin, die aus einer chaotischen, trüben Vergangenheit Zuflucht bei ihrer Schwester Stella in New Orleans sucht. Stella ist mit Stanley Kowalsky, einem polnischen Einwanderer, verheiratet, einem derben, gewöhnlichen, aber lebenstüchtigen Mann. Blanche beginnt, ihm gegenüber die vornehme Südstaatenlady und, als ehemalige Lehrerin, die Intellektuelle herauszukehren. Sie steigert sich in eine Art Traumwelt hinein, in der sie der strahlende Mittelpunkt ist. In ihrem hysterischen Geltungsdrang, der auch vor ihrer Schwester nicht halt macht, provoziert sie Kowalsky so lange, bis es zur Katastrophe kommt.


Christoph Heimbach, AG-Leiter
Fotos: Tobias Mayer